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Tomica Milosavljević, zurückgetretener Gesundheitsmiister - Ewiger Minister

Quelle: eKapija Dienstag, 01.02.2011. 15:33
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(Tomica Milosavljević)

Er hat seinen Rücktritt schon mehrmals angekündigt, aber die defininitive Entscheidung kam trotzdem überraschend. Die meisten konnten ihren Ohren nicht glauben und wechselten zu anderen Nachrichtensendungen, um die Bestätigung für das eben Gehörte zu bekommen.

Der serbische Gesundheitsminister Tomica Milosavljevic hat den Premier Mirko Cvetkovic über seinen unwiderruflichen Rücktritt informiert, und zwar aus tief persönlichen Gründen. Der "ewige" Minister, wie die meisten geglaubt haben, übernahm das Amt des Gesundheitsministers in der Regierung von Zoran Djindjic 2002, nachdem Rücktritt des damaligen Ministers Obren Joksimović

Ihm ist seitdem gelungen, jede Regierungsumbildung, jede neue Koalition regierender Partaien zu überleben und im Sattel zu bleiben. Er legte seinen vierten Eid legte er nach den Wahlen 2008 ab.

Man muss sich Fragen, wer ist der Mann, der acht Jahre für das serbische Gesundheitswesen verantwortlich war?

Geboren in Kruševac, aufgewachsen in Paraćin, wohnhaft in Belgrad
Facharzt für Innere Medizin, Gastroentero/Hepatologie, Autor von zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten, regelmässiger Professor an der Belgrader Medizinischen Fakultät, geboren in Kruševac, aufgewachsen in Paraćin, wohnhaft in Belgrad.

Tomica Milosavljević wurde am 24. Dezember 1955 in Kruševac geboren. Nach der Grundschule und Abitur in Paraćin, wo er das Gymnasium besuchte, begann er das Medizinstudium an der Belgrader Medizinischen Fakultät. Er hat seinen Diplomabschluss 1979 und nach vier Jahren den Magisterabschluss gemacht. 1988 wurde er an derselben Fakultät zum Doktor promoviert.

Seit 1981 arbeitete er an der Klinik für Internmedizin B. Er wurde 2001 zum Assisten des Direktors des Klinikzentrums Serbien und zum Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie befördert.

Der ewige Minister

Sein erstes Mandat im Amt des Gesundheitsministers endete im Juli 2003, aber er wurde zu demselben Amt schon im März 2004 wieder gewählt. Er hat dieses Amt bis November 2006 und demnächst vom Mai 2007 bis Juni 2008 ausgeübt.

Am 7. Juli 2008 wurde er vom Ministerpräsident Mirko Cvetković, zum fünften Mal, zum Gesundheitsminster ernannt.

Arzt und Politiker

Abesehen davon, wie man ihn findet, niemand kann seine professionellen Qualitäten, Ausdauer und gute Ausbildung bestreiten. Er hat seine Kenntnisse an angesehenen Kliniken in München, London und Amsterdam erweitert. Er ist Mitglied oder Vorsitzender zahlreicher internationaler Fachorganisationen (Jugoslawische Assoziation für gastroenterologische Endoskopie, Gesellschaft für Koloproktologie Jugoslawien, International Gastro-Surgical Club, US-amerikanische Assoziatio für Gastroenterologie, Serbische Gesellschaft für für Gastroenterologie). Das alles konnte aber nicht alle seine Ambitionen befriedigen.

Er hat sich politisch engagiert - als Mitglied der Partei G17 Plus, seit der Gründung 2002. Er ist momenten Partei-Vizepräsident. Seine Parteifreunde freuen sich über den Rücktritt, weil er jetzt "mehr Zeit für die Aufgaben in der Partei haben sollte.

Er möchte sich seinerseits, seinen beruflicheh Verpflichtungen an der Fakultät und in der Klinik widmen.

Milosavljević behauptet, dass er während seines Mandats das erschütterte Vertrauen der Patienten zum serbischen Gesundheitswesen zurückgewinnen wollte.

"Ich habe mein bestes für die Realisierung dieses Ziels getan", sagte Milosavljević.

Zahlreiche Affären

Seine Mandate wurden, leider, von mehreren Affären und Skandalen gekennzeichnet. Insbesondere im Jahre 2009. Acht Angestellte in Belgrader medizinischen Versorgungszentren wurden 2009 wegen des Mißbrauchs des Amtes verhaftet. Sie haben, angeblich, 65 Mio. Euro aus dem Stadthaushalt veruntreut. Milosavljević hat damals eine Anklage gegen Dragana Jovanović, Stadtsekretärin, erhoben.

Mitte 2010 wurden acht Ärzte aus dem Institut für Onkologie und Radiologie wegen der Korruption und Veruntreung verhaftet.

Die meisten erinnern sich am besten an die Beschaffung von Schweinegrippe-Impfstoff 2010, unnötig, wie es später herausgestellt hat. Der Minister und seine Mitarbeiter behaupteten damals, dass dreieinhalb Mio. Bürger bis Ende 2010 an Folgen der Schweinegrippe ums Leben kommen können.

(Mit seiner Familie nach der Rückkehr aus Deutschland)

IEs scheint, dass seine skandalöse Entscheidung, sich in München operieren zu lassen, der letzte Nagel für den Sarg war. Er habe dadurch öffentlich gezeigt, dass er dem einheimischen Gesundheitswesen, seinen Kollegen nicht vertraut, meinten viele. Man hat seinen Rücktritt verlangt, aber er war dafür noch nicht bereit.

Seine letzte Entscheidung kam deshalb sehr unerwartet und überraschend für die meisten. Aber niemand weiß, was neuer Tag mit sich bringt?

J.Đ.

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