Eine stärkere Einbeziehung des Privatsektors in die Steuerung von Migrationen würde zu Serbiens Wirtschaftswachstum beitragen
Quelle: Beta
Dienstag, 01.11.2022.
14:49
Dienstag, 01.11.2022.
14:49
Abbildung (FotoRawpixel/shutterstock.com)
In Zusammenarbeit mit der Handelskammer Serbiens (CCIS) hat das UNDP über 600 Unternehmen in Serbien befragt und ihre Position zur Einbeziehung der zunehmend präsenten zirkulären Migranten sowie der arbeitsfähigen Migrantenbevölkerung aus Drittstaaten in den Betrieb ihrer Unternehmen untersucht.
Die Umfrage hat gezeigt, dass Geschäftsleute in Serbien zu wenig über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten in der Diaspora informiert sind, 66% von ihnen.
Auf die Frage, in welchen Bereichen und auf welche Weise sie mit Unternehmern aus der Diaspora zusammenarbeiten könnten, um zur sozioökonomischen Entwicklung ihrer lokalen Gemeinschaft beizutragen, gaben nur 34 % der Befragten eine Antwort.
Sie sehen die Zusammenarbeit bei der Markteinführung von Produkten und Dienstleistungen, den Transfer von Wissen, Erfahrungen, Ideen und innovativen Technologien als das Nötigste an.
Die Bereiche, in denen sie mit der Diaspora zusammenarbeiten würden, sind Ökologie (einschließlich Recycling und erneuerbare Energiequellen), Landwirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologien, Tourismus, Kultur, Handel, Infrastruktur und Bauwesen.
Die Umfrage hat gezeigt, dass eine große Zahl von Geschäftsleuten, 82,5 % von ihnen, mit den Arbeitsqualifikationen von Migranten und den Möglichkeiten ihrer Beschäftigung in Serbien nicht vertraut sind. 60 % der Geschäftsleute äußerten jedoch die Bereitschaft, Migranten einzustellen, und 31 %, sie auszubilden.
Unter den Ausbildungsgängen, die sie bereit sind, Migranten anzubieten, dominieren Berufe, die mittlere Fachkenntnisse erfordern, wie Anlagenmechaniker, professionelle Hygieniker, Schreiner, Maurer, Kaufleute, Kfz-Mechaniker, Altenpfleger, Bäcker und ähnliche. In geringerem Umfang wurden Ausbildungen im IT-Bereich, Pharmakologie, Zahnmedizin, Gesundheitswesen, Grafikdesign genannt.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Inhaber und Geschäftsführer von Unternehmen mit Auslandserfahrung besser über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Diaspora informiert sind und dass eine größere Zahl von ihnen die Qualifikationen von Migranten kennt und bereit dazu ist beschäftigen sie.
Die Umfrage hat auch gezeigt, dass eine stärkere Einbeziehung des Privatsektors in das Migrationsmanagement Serbien dabei helfen würde, zwei große Herausforderungen, denen es auf nationaler und lokaler Ebene gegenübersteht, leichter zu bewältigen.
Erstens sollte auf die Notwendigkeit der Entwicklung von Wettbewerbsfähigkeit und einer wissens- und innovationsbasierten Wirtschaft reagiert werden, trotz der Tatsache, dass die arbeitsfähige Bevölkerung aufgrund von Abwanderung und Alterung der Bevölkerung abnimmt.
Dies würde den Umfrageergebnissen zufolge dazu beitragen, dass die Städte und Gemeinden in Serbien die seit 2015 zunehmende Migrationsintensität für die Entwicklung der lokalen Wirtschaft nutzen.
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Mapping the Potentials for the Inclusion of the Private Sector in Migration Management Processes The Case of Serbia
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