Zentralbank Serbiens verändert Mindestreservensatz
Mittwoch, 19.01.2011.
15:28
Der Exekutivausschuss der Zentralbank Serbiens beschloss, unterschiedliche Mindestreservensätze für Geschäftsbanken einzuführen, abgängig von der Fälligkeit ihrer Verpflichtungen bzw. ihrer Finanzierungsquellen, heißt es in der heutigen Mitteilung der Notenbank.
Für Verpflichtungen in Dinar, die in zwei Jahren fällig werden, bleibt der Mindestreservesatz unverändert bzw. bei 5%. Für Verpflichtungen in Dinar, die in mehr als zwei Jahren fällig werden, muss man in diesem Jahr keine Mindestreserve hinterlegen.
Wenn es um Verpflichtungen in Fremdwährungen geht, bleibt der Mindestreservesatz bei 25% für Darlehen mit einer Laufzeit über zwei Jahren, wird aber für kürzere Verpflichtungen auf 30% erhoben.
Ein Teil der Mindestreserve in Euro sollte in Dinar hinterlegt werden, beschloss der Exekutivausschuss der Notenbank. Der Mindestreservesatz hänft vom Fälligkeitstermin ab: 15% für Verpflichtungen bis zwei Jahre und 10% für Verpflichtungen länger als 2 Jahre.
"In Hinsicht auf die unterschiedlichen Effekte der neuesten Maßnahmen auf Banken, die von ihren Aktivitäten in der vergangenen Zeit abhängen, soll man die Berechnung allmählich, in drei Phasen durchführen und die Mindestreserve in drei Raten einzahlen, vom 17. Februar bis 17. April 2011", gab die Zentralbank bekannt.
Der Mindesterservensatz für Devisenreserven wurde von 40 auf 32,3% gesenkt. Nachdem die Inflation in den geplanten Rahmen zurückkehrt, kann man die weitere Senkung dieses Mindestreservensatzes erwarten.
Für 2011 wird eine Inflationsrate von 4,5% - plus/minus 1,5% erwartet.
Die neueste Entscheidung der Notenbank bezüglich der Mindestreserven der Geschäftsbanken sei, der Mitteilung nach, im Einklang mit der beschlossenen Währungs- und Inflationspolitik der Zentralbank Serbiens.
"Beschlossenen Abänderungen sollten die zusätzliche Liquidität des Systems zwischen Februar und Ende April verhindern, in Hinsicht darauf, dass die Inflationsrate momentan über die oberste, im März 2010 beschlossene Grenze liegt", heißt es in der Mitteilung.
Die Abänderungen schaffen "Raum für die weniger restriktive Anpassung des Leitzinses in der folgenden Zeit".
Narodna banka Srbije Beograd

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