Präzedenzfall in der Geschichte des Bankwesens in Serbien - Bankgebühren bringen mehr als Zinsen ein
Montag, 13.12.2010.
15:42
Zum ersten Mal in der Geschichte des Bankwesens in Serbien überstiegen Gebührenerträge die Zinszuschläge der Banken. Im dritten Quartal dieses Jahres erzielten die Banken einen Gewinn von 22 Mrd. Dinar, trotz aller Probleme mit der Liquidität und beträchtlich veringerten Verbrauchs.
Die meisten Experten finden das absurd und nicht nachhaltig. Die finanzielle Krise hat ihren Höhepunkt in der Wirtschaft erreicht, während die meisten Banken das Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen. So hohe Zahlen sind aber nicht nur den schlechten Ergebnissen im Vergleichsjahr 2009 zu verdanken, sondern auch beträchtlich erhöhten Handelsspannen und Wechselkursunterschiede zum Nachteil natürlicher Personen.
Durch Erhebung der Gebühren von ihren Privatkunden versucht man die Zahlungsverzüge zu ersetzen. Der Tarif unterscheidet sich von Bank zu Bank. Für die Führung eines Lohnkontos werden Gebühern von 50 bis 250 Dinar monatlich erhoben. Die Mahnung im Falle eines Zahlungsverzugs kostet 200, und jeder neu ausgegebene Scheck 10 Dinar. Man braucht von 160 - 360 Dinar um ein Konto zu schließen, die Kosten für die Bearbeitung eines Kreditantrags liegen zwischen 0,5 un 3%. Die teuerste Gebühr wird bei der Abhebung von Bargeld mit einer Kreditkarte - sogar 5%.
33 Banken sind momentan in Serbien tätig. Manche von ihnen haben keine festgesetzte Preisliste. Alles das sollte im nächsten Jahr durch ein neues Gesetz über Verbraucherschutz geregelt werden.
Narodna banka Srbije Beograd

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