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Fünf Solarkraftwerke in Serbien - Anlagen in Leskovac ab 2011

Quelle: eKapija Mittwoch, 29.09.2010. 08:08
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Spätestens bis Ende des nächsten Jahres sollte das erste Solarkraftwerk in Serbien gebaut werden - im Dorf Velika Biljanica bei Leskovac, nur einige Kilometer von der Stadt entfernt und fast auf dem Ufer des Flusses Južna Morava.

- Der 6 ha große Grundstück für den Bau der Photovoltaikanlage gehört der Stadt Leskovac, In der unmittelbaren Nähe gibt es zwei Umspannwerke und zwei Hochspannungs-Fernleitungen. Das Ideenprojekt des Solarkraftwerks wurde von der Technischen Hochschule in Novi Sad erstellt und wir bereiten jetzt die Unterlagen für das Hauptprojekt. Das erste Solarkraftwerk in Leskovac soll eine Leistung von 1 MW haben, ziemlich groß, im Vergleich zum z.B. dem größten spanischen Kraftwerk dieser Art mit einer Leistung von 1,2 MW, sagte Milorad Mladenović, Assistent des Bürgermeisters von Leskovac in einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija".

Das Kraftwerk soll in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Globus auto" aus Pancevo gebaut, aber man verhandelt mit noch einem ausländischen Investor. Großes Interesse für das Projekt haben bereits mehrere Unternehmen aus China, Portugalien und den USA gezeigt.

- Die Stadt Leskovac wird nicht die Mehrheitsbeteiligung am Kraftwerk haben. Hier erzeugter Strom soll für die Straßenbeleuchtung und für die Versorgung von öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern und Schulen genutzt werden - erklärt unser Gast.

Leskovac ist für die Vorbereitung des Standorts einschließlich einer Zufarhtstraße zum künftigen Energieanlage zuständig. Die Gemeinde wird alle Pläne vorbereiten und die Bau- und Nutzungsgenehmigung für die Anlage besorgen.

- Solche Anlagen haben eine Lebensdauer von 25 Jahren, die sich nach der Rekonstruktion um weitere 20 verlängern lässt. Im Solarkraftwerk sollten 20 Mitarbeiter eingestellt, aber wir würden zusätzliche Arbeitskräfte für ihre Pflege und Wartung brauchen. Nach der Inbetriebnahme der Anlage werden wir ein Unternehmen für die Reinigung von Solarpaneelen engagieren - erklärt Mladenović.

Das Unternehmen "Globus auto" hat die Eröffnung einer besonderen Anlage zur Herstellung von Solarvorrichtungen für die Beleuchtung von Strassen und sogenannte LED-Lampen und Lampen für die Straßenbeleuchtung und Häuser vorgeschlagen, in dem zwischen 200 und 1000 Arbeiter beschäftigt werden könnten. Solche Lampen verringern den Stromverbrauch um fast 80%.

Das Solarkraftwerk in Leskovac ist nur das erste von insgesamt fünf, die man in Serbien bauen will, erklärte Stanko Kovačević, Inhaber von "Globus Auto" für das Wirtschaftsportal "eKapija".

Gemeinsam mit der Technischen Hochschule in Novi Sad hat "Globus Auto" fünf Durchführbarkeitsstudien für Städte Kula, Kovačica, Zaječar, Leskovac und Vranje erstellt.

- Der Bau eines Solarkraftwerks mit einer Leistung von 1 MW kostet 4 Mio. Euro, weil wir sie mit den modernsten Solarkollektoren ausstatten wollen, die sich an der Position der Sonne anpassen und dadurch das Produktionsvolumen um 25% erhöhen - erklärt unser Gast.

Der Bau des ersten Solarkraftwerks beginnt im Frühling 2011 und es sollte im September 2011 in Betrieb genommen werden.

- Diese Investition sollte nach dem System der öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert werden. Die Stadt Leskovac bekommt einen Anteil, der seiner Investition entspricht. Ein Teil des notwendigen Geldes sollte "Globus auto" durch Aufnahme eines Kredits verschaffen. Der ausländische Partner wird bis 50% des Investitionsbetrags durch Lieferung von Ausstattung und technische Beratung decken. Die Erstellung von Projektunterlagen wurde der Technischen Hochschule in Novi Sad anvertraut. Am Projektteam nehmen Experten aus Leskovac und EPS Nis teil.

Die besten Chanchen für Lieferaufträge haben chinesische Unternehmen, die die günstigsten Preise bieten könne, aber auch Partner aus Portugalien, Spanien und Kroatien, die großes Interesse für die Beteiligugn am fünf geplanten Solarkraftwerken in Serbien zeigen, sagte Kovačević.
Ausländische Partner bestehen aber darauf, dass die Verordnung der Regierung Serbiens an Richtlinien der EU und Bedingungen für den Ankauf von Strom in Nachbarländern angepasst wird, so dass man ihnen einen Preis von 0,30-0,40 Euro für 1 kWh in den nächsten 20 Jahren garantieren kann. Die Republik Serbien kann momentan den Preisvon 0,23 Euro in folgenden 12 Jahren sichern.

- Aber trotz aller Probleme und Unstimmigkeiten werden wir schon im nächsten Jahr die erste kWh aus der Solarkraftwerk in Leskovac liefern - betont Kovačević.

M.K.

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