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Ratko Kuprešak, Generaldirektor von "Jaffa" - Ich wähle immer einen süßeren Weg

Quelle: eKapija Mittwoch, 25.08.2010. 09:48
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Podeli

(Ratko Kuprešak)

Der Basketball hat ihm die Entschlossenheit verliehen. Seine starke Vision hat er einer langjährige Erfahrung im Bankwesen, die Präzision dem Maschinenbau und seiner vorigen Beschäftigung die Liebe für die Süßwarenindustrie zu verdanken. Und wie es etwas bereits Hervorragendes weiter entwickeln und verbessern lässt, sollte er in der kommenden Zeit zeigen. Ratko Kuprešak wurde vor vier Monaten zum Generaldirektor des Süßwarenherstellers aus Crvenka ernannt. Es handelt sich um Unternehmen, das seine beliebtes Biskuit "Jaffa" herstellt.

- Der Wechsel von einem erfolgreichen Unternehmen wie "Bambi Banat" zu "Jaffa" ist eine große Herausforderung für mich. Ich will einfach etwas Neues schaffen und das Bestehende besser machen. Mein neues Unternehmen kann von meiner langjährigen Erfahrung in der Süßwarenindustrie nur profitieren- vor allem wenn es um den Marktauftritt geht. Und das ist entscheidend für die Entwicklung jedes Unternehmens - sagt Ratko Kuprešak, Generaldirektor des Unternehmens "Jaffa" am Anfang eines Interviews für das Wirtschaftsportal "eKapija".

Liebhabern von Süßigkeiten verspricht Kuprešak die Erweiterung des Sortiments von "Jaffa" - viele süße Überraschungen bise Ende des Jahres, wenn es um beliebte Waffeln, O’cake-Kekse und Biskuite geht. Im nächsten Jahr will man die Produktion von neuen Süßigkeiten aufnehmen.

Er habe sich schnell an die neue Arbeitsumgebung angepasst. Sein Verhältnis zu Mitarbeitern gründe sich auf dem Vertrauen und der Offenheit, genauso wie im Unternehmen, in der er zehn Jahre gearbeitet hat. Er wirkt zunächst sehr streng und seriös, aber es zeigt sich bald, dass er unmittelbar und sehr emotiv ist.

- Die meisten glauben, dass man seine Tätigkeit ohne Emotionen ausüben sollte, aber ich bin anderer Meinung. Man braucht Emotionen, um Sieg und Niederlage fühlen zu können.

Auf die Frage nach seinem nächsten Ziel antwortet er, dass er "'Jaffa' an ungeahnte Grenzen führen will".

Er habe bei dem Anfang in jeder bisherigen Firma geglaubt, in ihr bis zum Ruhestand zu bleiben.

Erfahrung und Know-how

Er war 22, als er in seiner Geburtsstadt Požarevac zu arbeiten begann. Er hat neben dem Studium gearbeitet.

- Ich habe bei der Bank "Credibel banka" im Sektor für Privatkunden gestartet und nach mehreren Befürderungen zum Direktor der Filiale in Požarevac ernannt. Ich habe dieses Amt zwei Jahre ausgeübt. Ich habe mich dort mit den Grundlagen des Bank- und Finanzwesens bekannt gemacht. Manche Gedanken und Sätze, die ich damals mit Kollegen und Kunden ausgetauscht habe, werde ich nie vergessen.

Er war 28 Jahre alt, als er zu einem der größten Süßwarenhersteller in Serbien, "Bambi", gewechselt hat. Er ist dort 12 Jahre geblieben und vom Rohstoff- und Verkaufsmanager zum Verkaufsdirektor gestiegen.

- Erfahrungen, die ich in "Bambi" gesammelt habe, haben einen unschatzbaren Wert für mich. Mit Hilfe des spanischen Unternehmen "Global praxis" haben wir den Marktauftritt von "Bambi" revolutioniert.

Wenn "Bambi" seinen Sitz von Požarevac nach Belgrad verlegt hat, hat er täglich von Požarevac nach Belgrad gefahren. Er hat endlich mit seiner Familie nach Belgrad umgesiedelt.

- Es handelt sich vielleicht um ein altes Klischee, aber ich bin heute davon überzeugt, dass hinter jeder erfolgreichen Person eine stabile Familie steht, entweder Eltern oder eine Familie, die man selbst gegründet hat.

Kupres, Požarevac, Belgrad

- Der Familienname Kuprešak ist mehr als 200 Jahre alt. Er stammt aus Bosnien, aus dem Gebiet Kupres. Meine Ururahnen hatten Marković geheißen. Nachdem sie nach Šipovo in der Nähe von Mrkonjić Grad umgesiedelt hatten, wurden sie Kuprešak genannt, weil sie aus dem Gebiet Kupres abstammten. Erst später waren sie nach Požarevac in Serbien - meine Geburtsstadt umgezogen.

Noch im Kinderalter habe er großes Interesse für die Technik gezeigt. Er hat Diplomabschlüsse in Elektrotechnik und Maschinenbau gemacht, habe aber in diesen Sektoren nie gearbeitet.

- Mein Technikstudium hat mir sehr geholfen, obwohl es keine direkte Verbindung mit meiner Beschäftigung hat. Die Süßwarenindustrie verlangt konstante Innovationen. Es ist sehr hilfreich, wenn sie die technische Seite der Produktionsverfahren begreifen können - vor allem bei der Vorbereitung neuer Investitionen, Entwicklungsprojekte u.Ä.

Er hat ein Magisterstudium an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft in Novi Sad gestartet. Er bereitet die Dissertation zum Thema "Unternehmensumstrukturierung in Transformationsländern - wirtschaftliche und finanzielle Aspekte" für den September vor.

Die Entscheidung, eine viel versprechende Profi-Karierre im Basketball zugunsten des Studiums aufzugeben, gehöre, laut ihm, zu den wichtigsten in seinem Leben. Er hat in einem der größten Basketballvereine "Crvena zvezda" (Roter Stern) trainiert.

- Der Basketball war eine Alternative für mich. Als ich 18 Jahre alt war, habe ich begriffen, dass die Karriere eines Profi-Sportlers mich nie völlig erfüllen könnte. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber sich nie in meine Entscheidungen eingemischt. Ich glaube, dass ich keine schlechte Wahl getroffen habe.

Ratko Kuprešak spielt noch immer Basketball mit seinen Freunden, und manchmal auch Tennis. Er sieht gern Sport im Fernsehen. Als er in Požarevac lebte, war er Vorsitzender des Frauen-Handballvereins "Bambi-Mladi radnik".

Alles ist möglich, wenn der Wunsch genug stark ist

- Man kann alles, was er will, wenn er an Erfolg glaubt - betont Kuprešak - sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben.

Man kann für alles Zeit finden, vor allem für jene die man liebt, glaubt der erste Mann von "Jaffa". Alles hängt ausschließlich von der organisation ab.

- Man muss sich einfach fokussieren - entweder wenn es um seine Karrierenziele, oder um sein Privtleben geht. Ich gehöre zu jenen, die alles sofort wollen, aber ich bin trotzdem nicht ungeduldig. Ich übernehme manchmal mehr Aufgaben, als ich physisch erledigen kann, aber dass ist meine eigene Entscheidung.

Er versucht immer, jeden freien Moment mit seiner Familie - Frau und zwei Töchtern zu verbringen.

Ratko Kuprešak reist sehr gern, privat und in dienstlichen Angelegenheiten. Er habe privat einen Ort nie zweimal besucht, weil er so viel vie möglich sehen will.

- Jedes Reiseziel ist wunderschön, wenn sie in einer gemütlichen Gesellschaft sind, vor allem mit ihrer Familie. Immer wenn ich Freizeit habe, will ich sie mit meiner Familie verbringen. Wir fahren oft in die Bergen, am haüfigsten in das Zlatibor-Gebirge.

Besonders beeindruckt war er von Paris und Wien, Städte, in denen er leben könnte.

- Diese zwei Städte sind sehr verschieden, ich habe in beiden ein wunderbares Erhobensein empfunden.

Geborener Abenteuerer, aber nicht extrem

Er bevorzugt das Leben in einer großen Stadt, weil sie mehrere Möglichkeiten geben.

Wenn das Wetter schön ist, verbringt er den Nachmittag und Abend im Park Kalemegdan oder in der Nähe des Doms "Hram svetog Save", wo seine Familie wohnt.

Gedränge und Lärm stören ihn. Er bevorzugt gute und ruhige Restaurants und Cafes, wo er mit Freunden und Familienmitgliedern stundenlang genießen kann.

- Es ist nicht wichtig wo wir sind, wenn wir gut gelaunt sind. Ich bevorzuge aber immer gute Restaurants und schöne Reisen.

Er beschreibt sich als Gourmet, immer bereit Spezialitäten verschiedener Küchen zu kosten.

- Ich esse gern und bin immer bereit, etwas Neues zu kosten. Im Unterschied zu meinem Bruder, der bei traditionellen 10 "Cevapcici" bleibt.

Seine mildere, nicht extreme Abenteuerlust habe seinen Realitätssinn bewahren.

Es gibt zu viel Träumereien und unrealistische Erwartungen in Serbien. Man entscheidet oft aufgrund seinen Wünschen, ohne sicher zu sein, ob so etwas in der Realität erreichbar ist.

Die Ehrlichkeit war immer entscheidend bei der Auswahl der Freunde, sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben.

- Es ist nicht so wichtig, dass wir gleiche Interessen haben. Wir müssen Vertrauen zueinander haben.

Jeder Mensch sei glücklich, glaubt er. Glücksspiele haben niemandem Glück gebracht. Man sollte Glück bei seinen Mitmenschen finden sowie im Kampf um die Verwirklichung seiner eigenen Träume, anstatt vom Zufall abzuhängen. Das war immer härterer, aber zugleich süßerer Weg. Er ist stolz auf alles, was er bisher verwirklicht habe und will jetzt sein Leben nur genießen.

S.O.

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