JELAŠIĆ: Populismus ist größte Gefahr für neuen Zentralbankpräsidenten
Freitag, 16.07.2010.
11:33
(Radovan Jelašić)
Eine populistische Währungspolitik wäre die größte Gefahr für den neuen Zentralbankpräsidenten, glaubt Radovan Jelašić, bisheriger Gouverner.
Als gefährlich erscheinen ihm auch die Subventionen der Regierung Serbiens, in Hinsicht auf eine äußerst ungünstige makroökonomische Situation in der Welt und insbesondere an wichtigsten Exportmärkten für Serbien, erzählte er in einem Interview für die neueste Ausgabe des Belgrader Politikmagazins "NIN".
Staatliche Subventionen sollten, allmählich, auf das Minimum reduziert werden, glaubt er.
- Die Regierung ist bereits in der zweiten Hälfte ihres Mandats. Es ist unwahrscheinlich, dass man jetzt mit den radikalen Reformen beginnen würde, wenn er das von Anfang an nicht getan hat - sagte Jelašić.
Jelašić ist der Meinung, dass Zinssätze für Kredite in Dinar nicht unter 11-12% liegen sollten.
- In der Zeit des starken Dinars einerseits und der nominalen Lohnerhöhung andererseits, wie von der Mitte 2006 bis September 2008, war es nicht überraschend, dass viele die Empfehlungen der Zentralbank, sich in Dinar zu verschulden, nicht akzeptiert haben. "Wovon redet dieser Gouverner, wenn Kredite in Euro und schweizerischen Franken erheblich günstiger sind", könnten sie damals hören. Die Monatsraten in schweizerischen Franken sind inzwischen um 50% gestiegen. Es ist selbstverständlich, dass Dinar nicht alle markökonomische Probleme lösen kann, er kann aber die Folgen der künftigen Wirtschaftskrisen - und wir müssen damit rechnen - beträchtlich mildern - erzählt Jelašić.
Die neuesten Entwicklunge erwiesen, laut Jelašić, dass Preise in Serbien vielmehr von Angebot und Nachfrage als vom Wechselkurs abhćngen.
Jelašić weist darauf hin, dass während andere Behörden neue Mitarbeiter beschäftigt haben, er die Anzahl der Beschäftigten in der Zentralbank um 60% reduziert hat.
- Ohne Zentralbank hätten wir noch immer das Visumregime mit der EU - betont Jelašić.
Narodna banka Srbije Beograd

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora