Export unmöglich ohne staatliche Unterstützung - Flugzeughersteller "Aero East Europe" aus Kraljevo benötigt Hilfe
Montag, 05.07.2010.
14:11
Der Hersteller von Ultraleichtflugzeugen "Aero East Europe" aus Kraljevo habe die ganze Produktion seit der Unternehmensgründung vor zweieinhalb Jahren ausgeführt.
Große Aufträge, wie der letzte aus der Republik Südafrika, könnten nur mit Hilfe des Staates realisiert werden. Das Unternehmen kann so große Produktion nicht im Voraus finanzieren.
Der Fabrikdirektor Milorad Matić darf deshalb den neuesten Auftrag für die Herstellung von 30 Ultraleichtflugzeugen für den nationalen Luftfahrtverband der Republik Südafrika nicht akzeptieren, weil er die Produktion nur mit Krediten zu Wucherzinsen finanzieren kann.
Für die Aufnahme eines solchen Auftrags benötigt man mindestens eine halbe Mio. Euro. Das Unternehmen sei, laut ihm, einfach nicht in der Lage, entsprechende Sicherungen für so hohen Kredit zu leisten. Man kann momentan Hypothek nur auf in das Grundbuch eingetragene Immobilien aufnehmen, obwohl 95% aller Immobilien in Serbien nicht im Grundbuch sind.
Ohne Hypothek konnte Matić auch nicht eine Subvention des Wirtschaftsministeriums im Wert von 135.000 Euro nutzen.
Flugzeugpreise hängen von der eingebauten Ausstattung ab und liegen zwischen 35.000 und 60.000 Euro. Solche Flugzeuge sind im Westen um 20.000 Euro teuerer.
Es handelt sich um Flugzeuge, hergestellt nach höchsten internationalen Normen, genauso wie Cessna oder Piper - mit modernsten Rotex-Motoren, die zwischen 12 und 14 l bleifreies Benzin pro Stunde verbrauchen bzw. 5-6 l/ 100 km. Vollgetankt können sie 1.100 km fliegen.
- Ich brauche 180 Euro für eine Autofahrt von Kraljevo bis Roverta in Italien, wo ich jahrelang gelebt habe. Ein Flug kostet nur 60 Euro und man soll die Verkehrspolizei nicht befürchten - sagte Matić.

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