Unternehmen "Ibarske hidroelektrane" gegründet - EPS und SECI unterzeichneten Vertrag über Investitionen im Wert von fast 285 Mio. Euro
Sonntag, 04.07.2010.
19:34
Der serbische Stromanbieter "Elektroprivreda Srbije" (EPS) und das italienische Energieunternehmen "SECI energia" unterzeichneten einen Vertrag über die Gründung des gemeinsamen Unternehmens "Ibarske hidroelektrane", das Wasserkraftwerke am Fluss Ibar bauen soll. Der Investitionsbetrag erreicht 285 Mio. Euro.
Das gemeinsame Unternehmen sollte 10 Wasserkraftwerke am Fluss Ibar mit Gesamtleistung von 103 MW und Produktionskapazitäten von fast 420 Mio. kWh jährlich bauen. Man beginnt dadurch mit der Realisierung eines serbisch-italienischen Protokolls über Zusammenarbeit im Bereich der Energiewirtschaft.
Der Vertrag wurde vom EPS-Generaldirektor Dragomir Marković und dem Vorstandsvorsitzenden der "Maccaferri Gruppe", Muttergesellschaft von "SECI", Gaetano Maccaferri.
Der Grundstein zum ersten Wasserkraftwerk sollte im nächsten Jahr gelegt werden.
Marković erwartet positive kommerzielle Effekte dieses Vertrags. Es handle sich um den ersten Vertrag, den EPS als marktorientiertes und profitables Unternehmen unterzeichnet hat, behauptet er.
Erst nach der Realisierung der Investition soll man über das weitere Palcement von Strom entscheiden. Der italienische Partner soll sich mit 51% und EPS mit 49% am gemeinsamen Unternehmen beteiligen. "SECI" ist für die Finanzierung des Projekts zuständig.
Man hat mit Protesten von Umweltschutzorganisationen gerechnent, genauso wie im Falle aller anderen großen Projekte in dieser Phase der Realisierung, sagte der EPS-Direktor. Eine eben erstellte Studie sollte erweisen, dass es keine Umweltrisiken in diesem Falle gebe, behauptet er.
Die Bewohner der Gegend haben wegen der Bedrohung dieser wichtigen natürlichen Ressource protesitert. Manche Experten sind der Meinung, dass erneuerbare Energiequellen fremden Ländern keinesfalls zur Verfügung gestellt werden sollen, obwohl die neuesten Energie-Richtlinien der EU so etwas erlauben.
Der Bergbau- und Energieminister Petar Škundrić wies darauf hin, dass dieser Vertrag 20% der Investitionen, vereinbart mit der Regierung Italiens, deckt.
Man plant den Bau von Kraftwerken im Unterlauf des Flusses Drina, natürlich nur mit der Zustimmung von Bosnien und Herzegowina - sowie von Windkraftanlagen.
Der Vertrag mit dem italienischen Unternehmen gehört zu den ersten dieser Art in der Region. Andere Länder sollten, laut dem Minister, an den nächsten Phasen teilnehmen.
Elektroprivreda Srbije ad Beograd

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