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Grüne Busse aus Kragujevac auf dem Weg nach Europa - "Vulović transport" im Vertriebsnetz des weißrussischen Busherstellers MAZ

Quelle: eKapija Mittwoch, 02.06.2010. 10:00
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Der erste Hersteller von Niederflurbussen mit Gasantrieb in Serbien "Vulović trasport" wird bald 27 Busse mit einem Euro-6-Motor an Verkehrsbetriebe in Belgrad liefern. Durch sein Modell „Maz-Bik 203 CNG“ sollten alle 22 Busse des Unternehmens in Kragujevac ersetzt werden. Man glaubt, dass andere Verkehrsbetriebe im Šumadija-Gebiet bald alle Vorteile dieser umweltfreundlicheren Kraftfahrzeuge erkennen werden. Der Hersteller aus Kragujevac will seine Busse auch Verkehrsbetrieben in Novi Sad bieten.

Außer einem modernen Design und guten technischen Eigenschaften bieten einheimische Busse mit Methanantrieb viele wirtschaftliche und ökologische Vorteile: Das Modell „Maz-Bik 203 CNG“ ist z.B. zweieinhalbmal billiger im Vergleich zu ausländischen Konkurrenten und es verbrennt um 60% weniger Kraftstoff pro 100 km im Vergleich zu Diesel-Versionen. Durch Einsatz von Bussen mit dem Gasantrieb lässt sich die Luftverschmutzung - Emission von Stickstoffoxiden, Rauch u.Ä. - fast um 60% senken. Das neue Modell ist mit einer Plattform, Diesplay und Lautsprechanlage versehen, damit Passagiere in jedem Moment wissen, wo sie sich befinden und wo die nächste Haltestelle ist. Der Preis hängt von der Ausstattung jedes einzelnen Busses ab und diese wird nach Wunsch des Käufers eingebeut, erklärt man in "Vulović transport" – ungefähr ein Drittel höher im Vergleich zur Diesel-Version.

Busse aus Kragujevac erobern europäische Straßen

Niskopodni gradski autobus sa euro 6 standardom proizveden je u saradnji sa

Der Niederflurbuss im Einklang mit der Euro-6-Norm wurde in Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Hersteller „Maz“ entwickelt und erzeugt, der solche Modelle bisher nie im Angebot hatte. Durch Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Unternehmen bekam „Vulović transport“ Zugang zu seinem gut aufgebauten Handelsnetz. Der Hersteller aus Minsk hat „Vulović transport“ die Märkte in Österreich, Slowenien, Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien und in anderen jugoslawischen Republiken anvertraut, erzählte Mag. Saša Milojević, technischer Direktor von "Vulović trasport" in einem Interview für „eKapija“.

(Teodora Radisavljević , Saša Milojević)

Unser Gast hat ein Team geleitet, das technische Lösungen für den neuen Niederflurbus entwickelt hat. Am Projekt haben, laut ihm, auch Ingenieure des Militär-technischen Instituts aus Belgrad teilgenommen.

- "Vulović trasport" hat bereits das einheimische Zertifikat der Homologation erhalten. Nach der ähnlichen Zulassungsprozedur für den europäischen Markt, die uns im nächsten Monat erwartet, können wir unsere Erzeugnisse auf diesen Markt bringen. Als Hersteller von Fertigprodukten wollten wir ein einheimisches Lieferantennetz aufbauen – Wir arbeiten mit Unternehmen wie „Prva petoletka" aus Trstenik zusammen. In Serbien werden Sitze, Interieur, Karosserien, Teile für Klimaanlagen, Kunststoffteile u.Ä. erzeugt und wir wollen bald die Produktion von Glas starten. Ausländische Partner versorgen uns mit Gasmotoren, Wechselgetriebe, Gastanks, Achsen u.a., weil wir so etwas in Serbien nicht finden können. Zu unseren Zulieferern gehören viele angesehene Unternehmen wie "Cummins", "Allison", "Dynetek Europe", "Swagelok", "Weh", "Severin" – sagte Milojević.

Das Unternehmen hat Verträge mit 27 Herstellern von Autoteilen aus Serbien, deren Produkten nicht nur in Busse hergestellt in Serbien eingebaut werden sollen, sondern auch in jene, die in Fabrikhallen des weißrussischen Partners „Maz“ gebaut werden.

Außer der Herstellung von Bussen mit Biogasantrieb bietet "Vulović trasport" auch andere Dienstleistungen an: Reparatur von gebrauchten Bussen, die Diesel D2 verbrennen, und Einbau einer Vorrichtung, die den Verbrauch von komprimiertem Erdgas (CNG) auf 30:70 zugunsten von CNG erhöht. "Vulović trasport" hat auch verschiedene Lkwa, Busse, Anhänger und Auflieger im Angebot.

Modell “Altes für Neues” auch für Busse – Subventionen bis zu 3000 Euro

Premijer Vlade Srbije Mirko Cvetković je prilikom posete kragujevačkom proizvođačuBei einem Besuch im Unternehmen in Kragujevac Ende April dieses Jahres gab der serbische Ministerpräsident Mirko Cvetković bekannt, dass die Regierung die Subventionen für den Kauf von Bussen nach dem Prinzip „Altes für Neues“ überlegt.

- Diese Subventionen sollten beträchtlich höher als jene für Pkws sein – vielleicht bis 3000 Euro – hob der Regierungschef hervor.

Die Regierung will einheimische Hersteller nicht vor ausländischen bevorzugen, sondern nur jene, die etwas herstellen und viele Arbeiter beschäftigen unterstützen.

Das Unternehmen aus Kragujevac rechnet mit der staatlichen Unterstützung, wenn es um die Erweiterung von Produktionskapazitäten, Beschäftigung von neuen Mitarbeitern und Zugang zu Entwicklungsfonds geht. Durch Subventionen für einheimische Hersteller und Erleichterungen für Transportunternehmen, die umweltfreundliche Kfz anwenden, könnte der Staat am besten helfen, glaubt Milojević.

- Länder, die sich um den Umweltschutz kümmern, haben viele Steuererleichterungen beim Kauf und Registrierung von umweltfreundlichen Kraftfahrzeugen. Und wir, Hersteller, benötigen solche Unterstützung.

Vom Transportunternehmen zum Hersteller

Das Unternehmen "Vulović trasport" wurde 2003 als Omnibusunternehmen gegründet. Man beschloss bald, alle Busse für den Stadtverkehr vom weißrussischen Hersteller „Maz" zu erwerben. Das Unternehmen hat später die Produktion von Teilen für Busse und Lkws aufgenommen und eine einen eigenen VIN-Kode bekommen. Das Unternehmen hat kontinuierlich in neue Produktionshallen, -anlagen und –technologien investiert. Heute beschäftigt es 105 Mitarbeiter. „Maz“ ist eine internationale Gesellschaft, mit einem gut aufgebauten Handels- und Servicenetz. Das Unternehmen aus Minsk mit 23.00 Beschäftigten setzt 25.000 Lkws und 2.500 Busse jährlich ab.

"Vulović transport" nahm an der Ersten internationalen Messe für Hersteller von Autokomponenten aus Südosteuropa "SEE Auto ComoNet 2010" vom 19. bis 21. Mai in Kragujevac teil.

T.S.

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