Durchführbarkeitsstudie für erstes "italienisches" Wasserkraftwerk am Fluss Ibar fertig - Gute Erlöse in Aussicht
Sonntag, 21.02.2010.
15:49
Die Durchführbarkeitsstudie für das erste Wasserkraftwerk am Fluss Ibar ist fertig, erfährt der staatliche Fernsehsender RTS im italieischen Unternehmens Seci. Der Staat rechnet bereits mit guten Erlösen, weil hier erzeugter Strom bis zu fünfmal teuerer als sonst sein soll, erklärt der serbische Energieminster.
Italiener planen 10 Wasserkraftwerke am Ibar. Die Durchführbarkeitsstudie ist wie gesagt fertig, aber alle Details eines Abkommens zwischen dem staatlichen Stromanbieter EPS und dem italienischen Unternehmen Seci wurden bisher nicht veröffentlicht. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll in folgenden Wochen - spätestens bis Mitte März - die öffentliche Präsentation der Studie und des Projekts vorbereiten.
Kleine Wasserkraftwerke mit einer Leistung von je 100 MW sollten im Einzugsgebiet des flusses Ibar, zwischen Städten Raška und Kraljevo gebaut werden. Ein Entwurf, den RTS präsentiert hat, sieht 14 potenzielle Standorte, aber nur 10 Wasserkraftwerken vor.
Tief beuunruhigt sind Einwohner des erwähnten Gebiets durch mögliche Gefährdung der natürlichen Ressourcen, der Umwelt und der Ufer. Experten aus dem Energieministerium und EPS behaupten aber, dass sich man für eine Kaskade von Wasserkraftwerken entschiedne hat, um die Naturschönheiten und zahlreiche Kulturdenkmäler in der Gegen zu schonen.
- Der Fluss Ibar kann weiterhin für das Rafting und den Fischfang genutzt werden. Man wird sein Bestes tun, um Fischpässe (Fischwanderhilfen) mit genug Wasser zu versorgen - betonte der serbische Energieminister Petar Škundrić.
Vor- und Nachteile des Projekts
Die Experten sind der Meinung, dass einheimische erneuerbare Energiequellen trotz der neuesten Energie-Richtlinien der EU anderen Ländern nicht zur Verfügung gestellt werden sollten.
Die EU erlaubt, nämlich, die Investition eines Landes in erneuerbare Energiequellen des anderen, erklärt Nikola Nikolić aus der "Energy saving group". Er konnte aber nicht sagen, ob man das aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen genehmibt hat.
Den größte Vorteil dieser Investition sieht der Energieminister Škundrić in der Beschäftigung einheimischer Arbeitskräfte sowie in erwarteten Erlösen, weil so erzeugter Strom zu einem fünfmal höheren Preis als sonst verkauft werden kann.
- Das Abkommen unterzeichnet mit der italienischen Regierung ermöglicht uns, das Abkommen im Falle eines Strommangels in Serbien abzubrechen und Strom für den einheimischen Verbrauch zu nutzen - erklärte der Minister.

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