Vojin Đorđević, CEO von "Si&Si" – Wir sind bereit für Japan
Samstag, 13.02.2010.
17:27
(Vojin Đorđević)
Fünf Jahre nach dem Start des Projekts „ABnormal vodka“ (ABnormal Wodka), spezifisch vor allem durch interessantes Flaschendesign, bringt das Unternehmen "Si&Si" seinen neuen Markenartikel auf den Markt, in der Hoffnung den Erfolg seines Wermuts „Gorki list“ zu übertreffen. In einem Interview für das Wirtschaftsportal „eKapija“ erzählt Vojin Đorđević, CEO von "Si&Si", vom Markenaufbau sowie von Geschäftsplänen für 2010, mit besonderer Rücksicht auf die Bedeutung des guten Marketings, das viele Unternehmen wegen der Krise in den Hintergrund gerückt hat.
Die stärkste Marke des Unternehmens ist sicher Wermutlikör „Gorki list“ mit einem Marktanteil von 90,4% im Vorjahr, laut Angaben des Fachverbands „Vrenje“. „Gorki list“ war wieder im Mittelpunkt des diesjährigen, sechsten Auftritts des Unternehmens an der Belgrader Markenmesse „Brand Fair“.
- Durch diesen Auftritt wollten wir die Kontinuität in der Kommunikation mit unseren Verbrauchern bewahren. In Hinsicht darauf, dass es um ein alkoholisches Getränk geht, sind unsere gesetzlichen Möglichkeiten auf diesem Feld ziemlich beschränkt. Ganz im Einklang mit dem Slogan der diesjährigen „Brand fair“ – „Markt im Mittelpunkt“ ist unsere Geschäftspolitik – alle unseren Aktivitäten und Projekte beruhen immer auf ausführlichen Marktanalysen.
Der Spirituosenabsatz ist 2009 stark gefallen. Sind die Verbraucher eueren Marken treu geblieben?
- Alle Marken, die wir selbst aufgebaut und durch Kommunikation mit Verbrauchern sorgfältig gepflegt haben, verzeichneten im Vorjahr keine größeren Absatzschwankungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Verbraucher sogar in Krisenzeiten ihren Lieblingsmarken treu bleiben. Andere, die sich früher für andere Artikel entschieden haben, wollen in solcher Zeit die höchste Qualität für ihr schwer verdientes Geld bekommen. Wir haben sogar neue Verbraucher gewonnen.
Die globale Finanzkrise hat neue Trends gebracht, darunter auch die Reduzierung der Marketingausgaben. Hat sich "Si&Si" diesem Trend angepasst?
- Keinesfalls und wir sind dafür bekannt. Ich war immer der Meinung, dass die hohe Qualität einfach unzureichend ist. Hersteller müssen auch gute Beziehungen zu Verbrauchern pflegen. Wenn wir die ersten Zeichen der Wirtschaftskrise gespürt haben, haben wir unsere Marketingaktivitäten intensiviert. Ich glaube, dass die vorjährige Werbekampagne für „Gorki list“ die stärkste in den letzten fünf Jahren war. Viele Konkurrenten geben die Werbung um ihre Erzeugnisse und den Markenaufbau auf und räumen uns dadurch einen breiteren Raum ein.
Regionale Expansion
"Si&Si" setzt seine Erzeugnisse auch in Bosnien und Herzegowina und Mazeodnien ab, plant aber auch den Einstieg in den kroatischen markt.
- Wir haben im Vorjahr den slowenischen Markt erschlossen und dadurch die Türen des EU-Marktes eröffnet. Wir haben die Zusammenarbeit mit Kunden aus Italien und Deutschland aufgenommen, können aber sie nicht als unsere neuen Märkte nennen. Es handelt sich nur um den Anfang.
Wodka im Wert von mehreren Mio. Euro
"Si&Si" nimmt im Mai an einer Messe für Duti free shops in Singapor teil, wo es sein neues Erzeugnis “ABnormal Wodka” präsentieren soll. Schon fünf Jahre arbeitet man an diesem Produkt.
- “ABnormal Wodka” unterscheidet sich, vor allem, durch seine besondere Verpackung. Es handelt sich um die erste Flasche in der Welt ohne klassisches Flaschenhals und mit einem besonderen Ausgußsystem. “ABnormal Wodka” gehört zu erstklassigen Spirituosen wie „Smirnoff“ und „Absolut“. Ihr Preis richtet sich nach Qualität. Unsere Strategie geht von zwei Marktsegmenten aus: Premiumklasse – für welche wir „ABnormal Wodka“ vorbereitet haben und Mittelklasse – zu der unser „V Wodka“ gehört.
Wie viel habt ihr bisher in die Entwicklung dieses Produkts investiert?
- Das neue Verpackungskonzept hat uns am meisten gekostet. Wir haben mehr als 1 Mio. in den Patentschutz investiert. In den letzten fünf Jahren haben wir mehrere Mio. Euro in andere Innovationen investiert. Unsere neue Verpackung wurde inzwischen an Messen in den USA und Cannes ausgezeichnet. Das neue Erzeugnis kann jetzt dem Weltmarkt präsentiert werden.
Warum habt ihr so lange gewartet?
- Wir wollten „ABnormal Wocka“ bis zur Perfektion bringen, so dass sie auf den anspruchvollsten japanischen Markt gebracht werden kann. So etwas wäre die beste Anerkennung für unsere bisherigen Bemühungen und Investitionen. Ich bin jetzt fest überzeugt, dass wir dafür bereit sind.
J.Đ.

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