Orang-Utan Nonja - Erster Facebook-Star unter Affen
Donnerstag, 17.12.2009.
14:37
Nonja heißt ein Orang-Utan, der derzeit viel Aufmerksamkeit erregt. "Erster Primat im Web" oder "Orang-Utan-Dame neuer Star im Web" lauten die Schlagzeilen der vergangenen Tage. Die Äffin Nonja hat nämlich ein Hobby: Fotografie.
Mit einer Digitalkamera knipst sie munter ihre Umgebung. Zu sehen gibt es die Schnappschüsse auf Nonjas Internetseite bei Facebook - der Orang-Utan ist der wohl erste Primat in dem Webportal.
Seit Mittwoch ist Nonja online und die Webgemeinde entzückt: Über 5000 Menschen haben die Seite besucht, und stündlich werden es mehr. Zu sehen gibt es in der Regel recht verwackelte Aufnahmen von Affenhänden, Affengesichtern und Affenfutter. "Hat echt Talent, die Dame", kommentiert die Internetgemeinde oder auch: "So eine süße Lady. Sie hat den Blick für das Wesentliche. Schon ein Star unter den Hobbyfotografen.
Zu ihrem neuen Hobby gekommen ist Nonja auch keineswegs, weil sie besondere fotografische Talente hätte. Es war Kamerahersteller Samsung , der sie mit dem Gerät ST 1000 ausgerüstet hat. ST 1000 ist die erste und momentan einzige digitale Kamera mit einer Wi-Fi-Konnektion für Facebook, Vlickr, YouTube u.Ä.
Das ganze Projekt ist eine Marketingaktion des Unternehmens. "Samsung hat eine Facebook-fähige Kamera entwickelt, die so leicht zu bedienen ist, dass das selbst ein Affe schafft", sagt eine Sprecherin, die das Projekt betreut. Irgendwann sei man auf die Idee gekommen, das wörtlich zu nehmen, und hat einen passenden Tierpark gesucht.
Die Wahl fiel schnell auf Nonja. Die Äffin stand vor Jahren schon einmal als Künstlerin im Rampenlicht: Damals malte sie Aquarelle. Über 250 Bilder sind es geworden, eines der Werke soll einem Kunstliebhaber gar 2000 Euro wert gewesen sein, andere zieren das Affenhauscafé in Schönbrunn. Als Nonja im Tierpark noch der einzige Orang-Utan war, diente ihr das Malen als Beschäftigungstherapie.
Mit dem Werk dieser weltbekannten Autorin können Sie sich auf der Facebook-Seite:
http://www.facebook.com/pages/Nonja/190010092116 bekannt machen.
Samsung indes kann sich über die immense Medienresonanz freuen: "Der Plan ist voll aufgegangen, fast alle österreichischen Zeitungen haben über Nonja und ihre Website berichtet, die Zugriffe auf die Seite sind enorm", sagt die Projektsprecherin. Der Zoo wiederum bekam als Belohnung nur eine Spende für sein Affenhaus
Für den Zoodirektor Harald Schwammer ist das genug, er gibt weniger den Manager als den fürsorglichen Tiervater. "Für mich als Zoologen ist in erster Linie wichtig, dass Nonja beschäftigt ist. Affen müssen etwas zu tun haben, wir sind immer auf der Suche nach Wegen, um sie in Aktion zu halten", sagt er.
Manchmal gerät das Projekt aber auch zur Beschäftigungstherapie für die Pfleger im Affenhaus. Denn Nonjas Interesse am Fotografieren ist sprunghaft: Wenn die Kamera in der Ecke landet - was oft passiert -, kann sie ein Pfleger aus Sicherheitsgründen erst holen, wenn alle anderen Orang-Utans aus dem Affenhaus herausgelockt wurden. Dann versuchen die Angestellten, Nonjas Interesse neu zu entfachen.
Das Alltag der populären Nonja können Sie auch auf folgenden Seiten begleiten:
http://www.facebook.com/pages/Nonja/190010092116
http://www.youtube.com/nonjaatfacebook
http://www.flickr.com/photos/samsung-ce/sets/72157622926305082/
www.samsung.at
www.zoovienna.at
Facebook.com USA
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