Frankreich schließt sich dem Pipeline-Projekt South Stream an
Sonntag, 29.11.2009.
02:32
Russland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit im Energiesektor aus: Nach russischen Angaben steigt der französische Stromriese EDF bei der Gas-Pipeline South Stream ein, dem Konkurrenzprojekt zum europäischen Nabucco-Vorhaben. EDF werde sich mit zehn Prozent beteiligen, sagte der Chef des russischen Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller.
Die Vereinbarung wurde am Rande eines Frankreich-Besuchs des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin bekannt gegeben. Dieser sprach nach den Beratungen mit seinem Kollegen Francois Fillon von einem Durchbruch in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Frankreich ist neben Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Russlands.
Frankreich sei ein besonderer Partner für Russland, sagte Putin nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen François Fillon in Rambouillet. Im Rahmen des Einstiegs bei South Stream werde Électricité de France (EDF) mit dem russischen Konzern Gazprom zusammenarbeiten. Der neue EDF-Chef Henri Proglio bestätigte, dass sich der Staatskonzern mit einen Anteil von zehn Prozent an South Stream beteiligen werde.
Das Projekt der Pipeline South Stream mit einer Kapazität von 63 Kubikmeter Erdgas jährlich wird vom Gazprom und dem italienischen Energieanbieter Eni umgesetzt.
Über einen Einstieg von EDF wurde seit längerem verhandelt. Die geplante South-Stream-Leitung durch das Schwarze Meer steht in Konkurrenz zum von den USA und der EU geförderten Nabucco-Projekt. Mit der Nabucco-Leitung will Europa seine Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern. An dem Projekt sind auch der deutsche Energiekonzern RWE und der österreichische Versorger OMV beteiligt. Präsident Nicolas Sarkozy hatte im Oktober das französische Interesse an einem Engagement signalisiert.
Gazprom Moscow

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