Intensive Zusammenarbeit zwischen Serbien und der Slowakei –
Montag, 30.11.2009.
13:05
(Vladimir Kisela, Igor Furdik, Tijana Ćećezova und Miroslav Kralik)
Die Slowakisch-serbische Handelskammer stellt in einigen Tagen das Projekt "Serbische Gemeinden - Zusammenarbeit und Business" in Novi Sad vor, an dem zehn Gemeinden aus Serbien teilnehmen sollen. Sein Hauptziel ist die Annäherung zwischen serbischen und slowakischen Unternehmen.
- Wir planen ein siebentägiges Seminar im Februar 2010, an dem Vertreter der serbischen und slowakischen Gemeinden und Unternehmen teilnehmen sollen – kündigte Miroslav Kralik, Vorsitzender der Slowakisch-serbischen Handelskammer an der zweiten Hauptversammlung der Organisation am 27. November 2009 in der Slowakischen Botschaft in Belgrad an.
Man wird in Bratislava verschiedene Themen besprechen: Probleme, auf welche slowakische Gemeinden bei der Vorbereitung für den EU-Beitritt bereits gestoßen haben, Infrastrukturbau, Umweltschutz, Energieversorgung u.Ä., sagte Kralik.
Serbische Gemeinden Subotica, Kikinda, Bački Petrovac, Kovačica, Kragujevac, Stara Pazova, Smederevo, Valjevo, Pančevo und Pirot haben ihre Teilnahme bereits bestätigt. Miroslav Kralik lädt aber auch andere Gemeinden und Unternehmen ein, in das Programm einzusteigen.
- Das zweijährige Projekt gehört zum Programm Slovak Aid. Von der Slowakischen Staatsagentur haben wir ein Darlehen von 150.000 Euro erhalten. Die Wirtschaftskammer der Vojvodina ist unser Generalpartner am Projekt - sagte der Vorsitzende der Slowakisch-serbischen Handelskammer.
Die Kammer will serbische und slowakische Firmen näher bringen, Unternehmer bei der Suche nach einem entsprechenden Partner unterstützen sowie Themen und Aktivitäten zu finden, die konkrete Verträge zwischen Kammermitgliedern zur Folge haben.
Der slowakische Botschafter Igor Furdik unterstütze alle Aktivitäten, die zur Intensivierung und Verbesserung der Beziehungen zwischen Serbien und der Slowakei beitragen können, erklärte er am Belgrader Treffen.
- Die wirtschaftliche Situation hat sich in den letzten vier Jahren, seitdem ich hier lebe, beträchtlich verändert, mit der Dynamik der Veränderungen kann man aber nicht zufrieden sein. Unsere beide Länder sind willig, die Zusammenarbeit zu intensivieren - sagte Furdik.
Er kündigte den Besuch des slowakischen Präsidenten Ivan Gasparovic Anfang Dezember an, bei dem die wirtschaftliche Beziehungen zwischen zwei Ländern erörtert werden sollen.
Der Angst slowakischer Unternehmen vor einem unsicheren Geschäftsumfeld und beschränkte Reisemöglichkeiten serbischer Unternehmer seien Hauptgründe für die zu langsame Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, meinte die Wirtschaftsexpertin Jelena Cvijanović.
- Wir erwarten die Abschaffung des Visumregimes für serbische Bürger im Dezember und die beiderseitige Anwendung des Vorläufigen Handelsabkommens mit der EU. Serbien hat bereits mit der einseitigen Anwendung des Abkommens begonnen und die slowakische Unternehmen könnten darauf Vorteile ziehen – sagte Jelena Cvijanović unf fügte hinzu, dass sie die Hilfe und Unterstützung der Slowakisch-serbischen Handelskammer nutzen sollen.
Vladimir Kisela, Mitglied des Vorstands der Slowakisch-serbischen Handelskammer, ist auch der Meinung, dass slowakische Unternehmen oft voller Mißtrauen gegen jedes Vorhaben in Serbien sind, vor allem wegen eines nicht so positiven Images des Landes in den einflußreichsten Medien. Durch direkte Kontakt und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmern könnte man, seiner Meinung nach, solche Vorurteile ablegen und sie zu Investitionen und Zusammenarbeit ermutigen.
Slovačko - srpska trgovinska komora
Ambasada Republike Slovačke Beograd
Grad Subotica
Grad Kikinda
Opština Bački Petrovac
Opština Kovačica
Grad Kragujevac
Opština Stara Pazova
Grad Smederevo
Grad Valjevo
Grad Pančevo
Grad Pirot
Privredna komora Vojvodine Novi Sad

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