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Ohne Insolvenzverfahren für den Bekleidungshersteller "Raška" – Schulden getilgt durch Verkauf des Anlagevermögens

Quelle: Danas Donnerstag, 24.09.2009. 15:17
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Anstatt Insolvenz anzumelden können die Verpflichtungen des Bekleidungherstellers "Raška" aus Novi Pazar gegenüber Gläubigern und Beschäftigen durch Verkauf von Vermögensteilen erfüllt werden. Das Ministerium für Wirtschaft und regionale Entwicklung, die Agentur für Privatisierung und die Stadt bilden eine Arbeitsgruppe, der den Verkauf vorbereiten und durchführen soll. Das haben der serbische Wirtschaftsminister Mlađan Dinkić und eine Delegation der Stadt Novi Pazar vereinbert.

- Ich glaube, wir haben die beste Lösung gefunden – meint Meho Mahmutović, Bürgermeister von Novi Pazar. Es gebe "acht interessierte Käufer aus Novi Pazar, die Gewerberäume momentan mieten, aber uns haben auch Unternehmen aus der Türkei und Deutschland kontaktiert". Im Rahmen des bestehenden Fonds für Förderung der Textilindustrie in Serbien soll "ein besonderer Fond für die Unterstützung der Fabriken in dieser Gegend gebildet werden, der Erleichterungen für alle interessierten Käufer und Investoren sichern soll. Die Regierung Serbiens ist bereit, Kredite unter günstigen Bedingungen zu gewähren, zu einem minimalen Zinssatz unt mit einem Rückzahlungsaufschub.

Der unverkaufte Rest des Anlagevermögens des ehemaligen Textilriesen "Raška" soll in ein Industrie- und Technologiepark verwandelt werden. 65 Arbeiter stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung – "ihr Arbeitsverhältnis in neu gegründeten Firmen fortzusetzen oder im Rahmen eine Sozialprogramms versorgt zu werden".

Die Schulden des Bekleidungsherstellers haben, Einschätzungen zufolge, 2 Mrd. Dinar überstiegen. 1.300 Mitarbeiter fordern ausfallene Löhne im Gesamtwert von fast 8 Mio. Euro. Die Finanzverwaltung hat Anfang September das Handelsgericht in Kraljevo aufgefordert, Insolvenzverfahren zu eröffnen. Das Wirtschaftsministerium war damals der Meinung, dass der "Konkurs des Unternehmens 'Raška' unausweichlich sei".

Man hat eine Lösung auch für die Holding "Vojin Popović" gefunden, die Insolvenz im November 2005 angemeldet hat. Forderungen der Gläubigar und Beschäftigten können auch durch Verkauf des Vermögens befriedigt werden.

- Interessenten gibt es auch für dieses Unternehmen. Wir rechnen mit neuen Arbeitsplätzen, werden aber Vorrang bisherigen Beschäftigten geben – hebt Mahmutović hervor. Das Unternehmen "Vojin Popović" hat Insolvenz nach zwei gescheiterten Versteigerungen angemeldet. Der Wert des Vermögens wurde schon mehrmals geschätzt und liegt zwischen 14 und 24 Mio. Euro.

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