Frankreich steigt bei Pipeline "South Stream" ein - Zusammenarbeit zwischen Paris und Moskau?
Donnerstag, 17.09.2009.
15:01
(Wladimir Putin und Francois Fillon)
Frankreich verhandelt offenbar mit Russland über einen Einstieg in das russische Großprojekte South Stream, bestätigte Dimitri Peskow, Vertreter des russischen Premiers Wladimir Putin. Das Thema wurde bei einem Treffen zwischen Putin und seinem französischen Kollegen Francois Fillon besprochen.
Die Gas-Pipeline South Stream ist ein Konkurrenzprojekt zu der von der EU geplanten Nabucco-Pipeline. Nachdem Frankreich nicht in das Betreiberkonsortium des Nabucco-Projekts aufgenommen wurde, hatte Frankreich schon Mitte letzten Jahres Interesse an einer Beteiligung an den russischen Gas-Pipelines bekundet, wie die russische Informations- und Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet.
Der französische Stromversorger Electricite de France (EdF) steht offenbar kurz vor einem Einstieg beim russischen Pipelineprojekt South Stream. Inoffiziellen Angaben nach soll der staatliche Konzern rund zehn Prozent der Anteile an South Stream bekommen.
Das Abkommen soll wohl beim Frankreich-Besuch von Gazprom-Chef Alexej Miller Ende September offiziell unterzeichnet werden, nach Angaben eines russischen Regierungssprechers wurde das Dokument aber bereits in der vergangenen Woche "vollständig ausgearbeitet".
Mit der Beteiligung der Franzosen hat Gazprom einen mächtigen Verbündeten in Europa für die Lancierung von South Stream bekommen. Bisher war der Italiens Stromversorger Eni der einzige Partner Gazproms beim Konkurrenzprojekt zu Nabucco. Die EU favorisiert offen die Nabucco-Pipeline, die Gas aus Zentralasien unter Umgehung Russlands nach Europa bringt.
Gazprom Moscow

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora