Neue politische Gliederung Serbiens - Aufteilung des Landes in Regionen, Vorschlag vor Eurostat
Sonntag, 06.09.2009.
20:43
Eine neue Landkarte Serbiens aufgeteilt in Regionen wurde vor drei Wochen dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) zugestellt.
Es handelt sich um dritte Version, welche Eurostat seit der Verabschiedung des Gesetzes über regionale Entwicklung erhalten hat, um die neue politische Gliederung aufgrund der eurpäischen Kriterien und Normen zu bewerten. Die Regierung Serbiens hat die erstne zwei, von Eurostat abgelehnten Versionen, nie bekommen.
Die Antwort von Eurostat wird in einigen Tagen erwartet, erfährt die Belgrader Tageszeitung "Novosti" im Statistischen Amt Serbiens, zuständig für Grenzen der neuen statistischen Einheiten. Bekommt man das grüne Licht für die neue politische Gliederung, soll die Landkarte der Regierung Serbiens zugestellt werden.
- Die Landkarte enthält sieben Regionen, genauso wie man im Gesetz über regionale Entwicklung vorgesehen hat. Belgrad, Vojvodina und Kosovo sind nicht umstritten, aber unser neuer Vorschlag könnte wegen ungenügender Einwohnerzahlen in restlichen vier Regionen zurückgewiesen werden. Mindestens zwei Regionen - östliche und südliche - sind problematisch. Die westliche und zentrale erfüllen diese Bedingung - sagte Nikola Latinović, Assisten des Direktors des Statistischen Amtes im Gespräch für "Novosti".
Europäische Normen verlangen zwischen 800.000 und 3 Mio. Einwohner in einer Region. 3,8 Mio. Menschen leben in Zentralserbien (Serbien ohne Vojvodina und Kosovo), sind aber unregelmäßig verteilt. Die östliche und südliche Region erfüllen deshalb diese Bedingung nicht.
Bei der Erstellung einer statistischen Karte muss man bestimmte Regeln befolgen, hebt Latinović hervor und erklärt, dass die Grenzen bestehender Gemeinden und Bezirke (29) unverändert bleiben müssen. Abgesehen davon wie man die Gemeinden und Bezirke gliedert, kann man diese Bedingung nicht erfüllen.
Ansprüche der Albaner in Südserbien, Bosniaken in Sandzak und Ungarn in der Vojvodina, die ihre eigenen Regioen verlangen, können deshalb nicht erfüllt werdne, weil sie europäischen Normen widersprechen.
Zwei Wochen für Einwände
Außer dem grünen Licht der Europäischen Statistischen Amtes benötigt die neue Landkarte die Zustimmung aller 25 Republikministerien. Wenn Ministerien die neue Landkarte vom Statistischen Amt erhalten, haben sie nur zwei Wochen für eventuelle Einwände, Empfehlungen und Vorschläge, erklärt Nikola Latinović.
(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Novosti" vom 05.09.09)

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora