Noch immer unbekannt, wann die Rekonstruktion der Brücke "Gazela" genau beginnt
Montag, 07.09.2009.
14:49
Es ist noch immer unbekannt, wann die Rekonstruktion der Brücke "Gazela" in Belgrad beginnen soll. Nach dem Abriss eines Elendviertels unter der Brücke und nach der Umsiedlung seiner Bewohner ist alles bereit für den Beginn der Arbeiten. Äußerst unzufrieden ist der Belgrader Bürgermeister Dragan Đilas, weil der Investor bisher keinen Auskunft über den Beginn und die Dynamik der Rekonstruktion gegeben hat. Zuständige im öffentlichen Straßenbauunternehmen "Putevi Srbije" behaupten, dass der Beginn und die Dynamik der Arbeiten von Finanziern aus der Europäischen Union abhängen. Sie sollen den Aktionsplan für die Umsiedlung von Roma bewilligen und die erste Tranche des Kredits deblockieren.
Bei einem unangekündigten Besuch auf der Baustelle bekundete er Unzufriedenheit über die Verschiebung der angekündigten Arbeiten an einer der wichtigsten Verkehrsader in der serbischen Hauptstadt.
- In den letzten Monaten forderten wir die Republikbehörden mehrmals auf, den Umfang der Arbeiten an der Brücke "Gazela" präzis zu definieren. Im Interesse der Bürger ist es zu wissen, ob man die ganze Brücke oder nur eine oder zwei Streifen gleichzeitig für Verkehr gesperrt will. Im einzigen Brief, den wir von Republikbehörden bis heute erhalten haben, erklärt man uns, dass die Brücke bis nächsten Juni nicht gesperrt werden soll. Erst nach der Auswahl des Bauunternehmens können wir mit präziseren Informationen zur Dynamik der Arbeiten rechnen. So etwas ist unerlässlich - sagte Đilas. Er forderte das öffentliche Unternehmen "Putevi Srbije" wieder auf, einen präzisen Plan der Rekonstruktion aufzustellen, damit sich die Stadt rechtzeitig vorbereiten kann.
Vor der Aufnahme der Arbeiten muss der Aktionsplan (Umsiedlung von 114 Roma-Familien) von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zugestimmt und die erste Tranche des Kredits bezogen werden. Nach der Zustimmung aus Brüssel kann man den Vertrag mit dem gewählten Unternehmen – "Strabag"—unterzeichnen – erklären Zuständige im Unternehmen "Putevi Srbije".
- Erst dann können wir mit der Rekonstruktion beginnen. Wir werden nicht lange darauf warten, höchstens eine Woche oder zehn Tage. Wir haben keinen Einfluss auf diese Prozedur – behauptet man in "Putevi Srbije".
Vier Fahrstreifen müssen immer frei sein
Dem Vertrag abgeschlossen zwischen "Putevi Srbije" und "Strabag" nach dürfen nicht alle Streifen für Verkehr gesperrt werden. Der größte Teil der Rekonstruktion betrifft die untere Seite der Brücke. Die Arbeiten an der oberen Seite dauern maximal ein Monat. Vier Fahrstreifen müssen immer frei sein. Gesperrt sollen die Zufahrtstraßen vom Autobahnkreuz "Mostarska petlja" und vom Kongresszentrum "Sava" werden.
Mrkonjić: Vorbereitungen haben begonnen
Der serbische Infrastrukturminister Milutin Mrkonjić, der den Beginn der Rekonstruktion für Ende August angekündigt hat, erklärte gestern in einem Interview für die Belgrader Tageszeitung "Blic", dass die Vorbereitungen vor zwei Tagen angefangen haben.
- Wir starteten die Arbeiten unter der Brücke. Ich kann nur sagen, dass die Brücke in den ersten sechs Monaten frei für den Verkehr bleiben soll – sagte Mrkonjić.
(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Blic" vom 03.09.09)
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EBRD Evropska banka za obnovu i razvoj Beograd
Strabag d.o.o. Beograd
JP Sava Centar Beograd

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