IKEA: Zu teuere Grundstücke verlangsamen Expansion auf dem Balkan
Donnerstag, 20.08.2009.
11:49
Die Expansion des schwedischen Möbelriesen "Ikea" in Serbien, Kroatien und Slowenien verläuft wie geplant, das Unternehmen stößt aber auf bestimmte Probleme.
Zu hohe Grundstückspreise werden immer häufiger als größte Hindernisse für die Realisierung der angekündigten Investitionen in Serbien und Slowenien genannt. In Kroatien hat der Konzern bereits einen entsprechenden Grundstück gefunden und angekauft, sagte Dragan Skalušević, Regionaldirektor von „Ikea“ zuständig für den slowenischen, kroatischen und serbischen Markt in einem Interview für slowenische Medien.
Zusätzliche Probleme bereiten komplizierte bürokratische Prozeduren in Serbien sowie hohe Entwicklungskosten in Kroatien, weshalb „Ikea“ lange nach dem Grundstück mit der ganzen Infrastruktur gesucht hat.
„Ikea“ könnte die Baugenehmigung in Kroatien bis Frühling 2010 bekommen und das erste Einkaufszentrum ein Jahr später eröffnen.
- Die Expansion in ehemaligen jugoslawischen Republiken gehört zu unseren Geschäftsplanen von 2010 bis 2020. Einkaufszentren in Slowenien können nicht vor 2010 eröffnet werden, wie wir gewünscht haben – sagte Skalušević.
Die Verhandlungen über den Ankauf eines Grundstücks in Ljubljana konnten wegen zu hoher Preise nicht abgeschlossen werden. Niedrigste Preise liegen zwischen 500 und 550 Euro pro Quadratmeter und das ist zu teuer für unss“, fügte der Vertreter von „Ikea“.
Der Belgrader Bürgermeister Dragan Đilas sagte nur, dass sich große Investoren wie der schwedische Möbelhersteller „Ikea“ unter Bedingungen, die für alle andere gelten, zurecht finden müssen.
Auf die Frage, ob „Ikea“ den Bau des Einkaufszentrums in Belgrad aufgegeben habe, antwortete Đilas, dass er über solche Informationen nicht verfügt. Er konnte nur bestätigen, dass die Verhandlungen noch immer im Lauren seien.
- Sie konnten das Abkommen mit dem Wirtschaftsministerium über den Bau einer Möbelfabrik in Serbien nicht garantieren. Wie jedem anderen großen Investor wollen wir auch ihnen helfen. Ich hoffe, dass dieses Projekt realisiert werden kann – sagte Đilas.
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