"Energoprojekt" sicher vor "Napred"
Mittwoch, 22.07.2009.
15:52
Die Belgrader Holdinggesellschaft "Energoprojekt" hat gestern (21. Juli 2009) einen neuen Vorstand bekommen. Der langjährlice Marketingdirektor des größten serbischen Bauunternehmens, Miodrag Zečević, wurde zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Der neue Vorstand wurde nicht nach dem Wunsch des größten Konkurrenten "Napred" gebildet, behauptet er in einem Interview für die Belgrader Tageszeitung "Politika" und bestreitet dadurch die Spekulationen, nach denen "Napred" in den Vorstand einschleichen und die Kontrolle über ihn übernehmen wolle.
Für die Übernahme eines Riesen wie "Energoprojekt" benötigt man, Einschätzungen des neuen Vorstandsvorsitzenden zufolge, mindestens 20 Mio. Euro. Im Moment der schwersten Krise in der Bauwirtschaft gebe es keinen, seiner Meinung nach, die in ein solches Abenteuer stürzen und seine Aktiva blockieren würde. Der Staat, dem 36% des Kapitals in "Energoprojekt" gehören, hat bisher nichts über den Verkauf seines Anteils geäußert.
- Die Entscheidung darf nur vom Inhaber und nicht vom Emittent getroffen werden. "Napred" besitzt 3,2% der Aktien von "Energoprojekt", die es im vergangenen Frühling vom kroatischen Unternehmen "ZB invest" mit Sitz in Zagreb gekauft hat. Aber der Geschäftsleitung vorzuwerfen, dem größten Konkurrenten "Napred" bei der angeblichen Übernahme der Kontrolle über "Energoprojekt" zu helfen, kann nur als Spekulationsversuch bestimmter Interessenten begriffen werden - meint Zečević und bestreitet dadurch die Behauptungen, dass neue Vorstandsmitglieder dem Unternehmen "Napred" loyal seien.
In den neuen Vorstand wurden seine alten Mitglieder Vladan Pirivatrić, Direktor von "Energoprojekt", Ignjat Tucović, ehemaliger Vorstandsvorsitzender, Svetislav Simović, Direktor für Hochbau und Jovan Karolija, Aktionär gewählt.
Zu neuen Vorstandsmitgliedern gehören Vladimir Sekulić aus der Brokerfirma "MV investment", Nada Bojović, aus dem Zentralregister für Wertpapiere, Slobodan Dinić aus "Energoprojekt" und Professoren Miodrag Nikolić und Rajko Tepavac.

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