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Chinesen bauen zwei Brücken über die Donau?

Quelle: Danas Donnerstag, 16.07.2009. 14:39
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Chinesischen Investoren soll auch das Projekt zum Bau einer Eisenbahn- und Straßenbrücke über die Donau bei Vinča, als Teil der Umgehungsstraße um Belgrad, angeboten werden, sagte Verica Kalanović, Ministerin für Nationales Investitionsprogramm in einem Interview für die Belgrader Tageszeitung "Novosti".

Die serbische Seite hat schon ein Verständnismemorandum vorbereitet, das beim Besuch des serbischen Staatspräsidenten Boris Tadić in Peking unterzeichnet werden könnte. Es könnte passieren, dass Chinesen nicht nur die Donaubrücke zwischen Zemun und Borča, sondern auch jene bei der Siedlung Vinča bauen. Mit dem Bau dieser Brücke würde der Autobahnring um Belgrad endlich geschlossen.

Die Brücke bei Vinča würde, dem Kostenvoranschlag nach, mindestens 100 Mio. Euro kosten – ohne Zufahrtstraßen, gab die NIP-Ministerin bekannt.

- Auf Initiative des Staatspräsidenten Tadić nahmen wir Kontakt mit chinesischen Investoren auf, um Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen China und Serbien am Bau der Infrastruktur zu besprechen – hebt Kalanović hervor. – Es ist fast gewiss, dass unser Präsident in der zweiten Augusthälfte China besuchen wird. Unser Vorschlag ist, dass Staatspräsidenten bei diesem Besuch ein "Dachabkommen" über Zusammenarbeit an der Entwicklung der Infrastruktur in Serbien unterzeichnen. Das erste Projekt, durch welches die Bereitschaft der beiden Seiten für die Zusammenarbeit getestet werden soll, ist die Errichtung der Brücke Zemun – Borča mit dazu gehörenden Zufahrtstraßen – insgesamt 21 km. Chinesen sind für das Ideen- und Hauptprojekt zuständig und sie haben schon drei Lösungen vorgeschlagen.

Die Brücke zwischen Belgrader Siedlungen Zemun und Borča soll mit Autobahnkreuzen an Straßen Zrenjaninski put und Pančevački put verbunden werden. Es handelt sich um eine alternative Richtung für Fahrer die aus Neu Belgrad und Zemun in den Südbanat fahren wollen. Sie konnten bisher das nur durch das Stadtzentrum fahren. Die 1,5 km lange Brücke soll je drei Fahrspuren in beiden Richtungen haben. Die serbische Seite hat die Kosten auf 170 Mio. Euro geschätzt.

- Es handelt sich um besondere zwischenstaatliche Verträge, die Finanzierung und Umsetzung eines Projekts umfangen – erklärt die Ministerin. – Wenn die chinesische Seite einen günstigen Kredit gewährt, können ihre Unternehmen Projektträger sein. Der Vertrag würde aber die Beschäftigung von serbischen Subunternehmern, Verwendung von einheimischen Baumaterialien und die serbische Bauaufsicht vorsehen.

Unser Expertenteam hat sich bereits mit drei Ideenlösungen der chinesischen Seiten bekannt gemacht. Keine von ihnen entspricht, ihrer Meinung nach, unseren Bedürfnissen. Die Donau ist ein internationaler Verkehrskorridor, dessen Normen bei der Planung einer Brücke bedingungslos berücksichtigt werden müssen.

Über Vinča bis Pančevo

Das Verkehrsinstitut CIP hat das Ideen- und Hauptprojekt einer um Belgrad herumführenden Eisenbahnstrecke und Autobahn von Bubanj potok über Vinča bis Pančevo erstellt. Eine Eisenbahn- und Straßenbrücke bei Vinča soll das rechte mit dem linken Donauufer verbinden. Es handelt sich um eine grandiöse Brücke, 650 m lang und mit Zufahrtstraßen länger als zwei Kilimeter. Geplant sind je zwei Fahrspuren für jede Richtung, getrennt von einem Gleis.

(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Danas" vom 14.07.09)

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