Miloš Bugarin: Bosnien bricht CEFTA-Abkommen
Donnerstag, 25.06.2009.
13:58
(Miloš Bugarin)
Bosnien und Herzegowina handelt gegen das Freihandelsabkommen CEFTA, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftskammer Serbien, Miloš Bugarin. Das vor kurzem verabschiedete Gesetz zum Schutz der einheimischen Produktion schafft alle Zollerleichterungen für manche landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Serbien und Kroatien ab, was das CEFTA-Abkommen im Fundament erschüttert.
- So etwas darf in keinem Falle geduldet werden. 50% des serbischen Exports nach Bosnien und Herzegowina entfallen eben auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und industriell hergestellte Lebensmittel. Es handelt sich um 230 Mio. US-Dollar pro Jahr. Die Anwendung des erwähnten Gesetzes würde sicher zur Reduzierung unseres Exports und zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Erzeugnisse aus der EU führen.
Einheimische Hersteller werden sicher die Einführung entsprechender Maßnahmen gegen Bosnien und Herzegowina verlangen, was die Anwendung des CEFTA-Abkommens zusätzlich erschwert.
Probleme, wie jenes mit dem enormen Export von Lebensmitteln aus Kroatien und Serbien, sollen durch bilaterale Abkommen und nicht durch einseitige und schädliche Entscheidungen gelöst werden.
Was wird nach neuesten Vorschriften verzollt
Bosnien und Herzegowina hat Zoll auf Rind-, Schweine-, Schafs- und Pferdefleisch, Milch und Sahne, Joghurt, Käse, Eier, Honig, Weichtiere, Fischkonserven, Fleischwaren, Gemüse, Obst, Obstsäfte, Hefe, Gewürze, Suppen, Eis, Bier, Wein, alkoholische Getränke, Essig und Trinkwasser.
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