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"Jadarit" noch immer auf der Warteliste - Intensivere Untersuchungen unweit von Loznica

Quelle: Politika Montag, 29.06.2009. 12:41
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Podeli

Erst in drei bis vier Jahren wird man sicher sein, ob sich der Abbau von Jadarit im Tal des Flusses Jadar wirklich lohnt. Jadarit ist der noch nicht offiziell bestätigte Name ein Natrium-Lithium-Bor-Silikathydroxid mit der chemischen Formel LiNaB3SiO7(OH), das neben Dörfern Jarebice und Slatina unweit von der westserbischen Stadt Loznica gefunden worden ist. Die geologische Untersuchungen dauern noch immer. Für diesen Sommer sind Forschungsbohrungen auf weiteren drei Standorten geplant. Erst danach können umfangreichere Untersuchungen durchgeführt werden.

Nenad Grubin, Direktor der Belgrader Firma "Rio Tinto Exploration", Tochtergesellschaft des internationalen Unternehmens "Rio Tinto Exploration", der die Entdeckung von Jadarit vor zwei Jahren zu verdanken ist, sagt das die Kosten bisheriger geologischer Untersuchungen 10 Mio. US-Dollar übersteigt haben.

Für die Lithium- und Borlagerstätte "Jadar" bei Loznica soll künftig die Produktionsabteilung des Unternehmens "Rio Tinto" zuständig sein. In der unteren Zone der Lagerstätte "Jadar" gibt es fast 114,6 Mio. t Erz, die durchschnittlich 1,8% von Lithiumoxid und 13,1% von Boroxid enthalten, sagt Grubin und fügt hinzu, dass Jadarit bisher nur im Gebiet Jadar gefunden worden ist.

Das hier gefundene Mineral entspricht in der chemischen Zusammensetzung fast dem fiktiven Kryptonit (es fehlt das Fluor), einer mysteriösen Substanz, die den Comicfigur Supermen schwächt und sogar töten kann. Die Entdeckung Ende Arpil 2007 ist dadurch auf ein breites Medienecho gestoßen.

Jadarit enthält Lithium, unausweichliche Komponente von Batterien für Elektro- und Hybridsautos, Handys, Laptops und andere elektronische Geräte und Bor, das in der Produktion von Glas, Keramik, leichten Legierungen, wärmeisolierende Materialien, Wasch- und Holzschutzmittel, Feuerwerk und Raketenkraftstoff verwendet wird.

Die Genehmigung für die geologischen Untersuchungen im Gebiet Jadar erwarb das Unternehmen noch vor fünf Jahren vom serbischen Ministerium für Bergbau und Energiewirtschaft.

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