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Maribor entwickelt sich zum Wirtschafts- und Kulturhauptstadt Europas – Wie lässt sich die finanzielle Unterstützung der EU am besten nutzen?

Quelle: eKapija Mittwoch, 03.06.2009. 13:18
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Maribor gehört vielleicht zu besten Beispielen, wie eine Stadt die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union am besten nutzen bzw. verschiedenartige Projekte realisieren und die Infrastruktur maximal entwickeln kann. Vom Januar bis April 2009 erhielt die Stadt fast 9,6 Mio. Euro für 13 Projekte und dieser Betrag stellt nur einen Teil der Summe, die der Stadt für die geplante Investitionen bewilligt worden sind.

Der Rat der Europäischen Union hat Guimaraes in Portugal und das slowenische Maribor zu den Kulturhauptstädten 2012 erklärt. Die Stadt mit mehr als 110 000 Einwohnern soll bis 2012 eine Festhalle, ein Puppentheater an der Drau, Kunstgalerie, einen modernisierten und aufgestockten Omnibusbahnhof mit einem Hubschrauberlandeplatz, mehrere Buchhandlungen, Fußgängerzone, zusätzliche Garagen und Parkhäuser und zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude bekommen.

(Franc Kangler)

Erneuert sollen, unter anderem, das bedeutendste Bürgerhaus in Maribor "Naskova hiša" (oder das Schloss Vetrinjski dvorac – das Gebäude hat mit den wechselnden Eigentümern auch seinen Namen geändert), ferner der Platz "Trg Jana Štuklja" sowie die alte Badeanstalt auf der Insel in Maribor. Geplant ist die Errichtung des höchsten Gebäudes in Slowenien – 170 m hoch – sowie von zwei neuen Brücken und eines neuen Rathauses. Der Bau der Mediznischen Fakultät, den die Europäische Union mit 40 Mio. Euro finanziert, beginnt bis Ende 2009. Gleich neben ihr soll ein Hotel gebaut werden. Der ganze Komplex liegt am Fluss Drau, erklärte der Bürgermeister Franc Kangler, an einer Präsentation der Investitionen in dieser Stadt, die der Slowenische Wirtschaftsklub in Novi Sad veranstaltet hat.

- Für das Puppentheater, das bis 2010 fertig gestellt werden soll, erhielten wir 6,4 Mio. Euro von der EU. Für die Erneuerung des Bürgerhauses "Naskova hiša" rechnen wir mit 2 Mio. Euro. Wir wollen, dass alle kulturellen Veranstaltungen in der Zukunft auf den Ufern der Drau stattfinden können - sagte Kangler.

Um die finanzielle Unterstützung der EU hat sich auch die Katholische Kirche beworben, mit verschiedenen Projekten wie z.B. das Projekt zum Bau eines Kinderheims.

Außer für die Rolle des europäischen Kulturzentrums bereitet sich Maribor für noch eine, wichtige Veranstaltung – Winteruniversiade 2013. Slowenische Investoren haben mit Hilfe der EU fast 80 Mio. Euro in vergangenen sechs Jahren in die Erneuerung des bekannten Ski-Zentrums "Pohorje" investiert.

- Man hat in neue Hotels, Skipisten und Seilbahnen investiert. Unsere touristischen Einkünfte haben 2007 40 Mio. Euro und 2008 sogar 50 Mio. Euro erreicht. Das Skizentrum "Pohorje" ist unser größtes Potenzial – sagte Kangler und wies darauf hin, dass Maribor die einzige Stadt in Slowenien mit dem kostenlosen drahtlosen Internet ist.

Zu größten Vorteilen der Hauptstadt der slowenischen Region Untersteiermark zählt Kangler ihre schöne geographische Lage, innerhalb des fünften und zehnten paneuropäischen Verkehrskorridors.

- Maribor ist eine wichtige europäische Wegkreuzung. Die Straßen, die von Russland nach Italien oder Frankreich bzw. von Deutshcland, Tschechien und Österreich nach dem Balkan führen, überschneiden sich an dieser Stellen. Dank seiner geographischen Lage gehört es zu den wichtigsten Verkehrszentren in Westeuropa – meinte Kangler.

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