Regierung Serbiens schickt ihren eigenen Revisor - Russischer Bericht weist auf Verluste hin
Freitag, 29.05.2009.
12:21
Der serbische Ministerpräsident Mirko Cvetković teilte am Donnerstag (28. Mai 2009) mit, dass der Staat als Minderheitsaktionär im Erdölunternehmen "Naftna industrija Srbije" seinen eigenen Revisor engagieren will, um den Geschäftsbericht für 2008 zu prüfen. Der Bericht, erstellt auf Antrag des Mehrheitsaktionäres aus Russland, weist auf hohe Verluste im Vorjahr hin.
- Dem Bericht unseres russischen Partners nach habe NIS 2008 große Verluste vebucht, ganz anders als wir erwartet haben. Als Miderheitsaktionär hat die Republik Serbien Recht, den Bericht zu bestreiten und ihren eigenen Wirtschaftsprüfer zu engagieren. In Frage kommen Revisoren aus einer von vier größten Wirtschaftsprüfungsfirmen der Welt - sagte Cvetković.
Die Regierung Serbiens erwartet die Auswahl eines unabhängigen Revisors, der den Jahresabschluss von NIS noch einmal prüfen soll.
- Wenn die Ergebnisse der ersten Prüfung bestätigt werden, sind die Verluste unbestritten. Im anderen Fall müssen wir das alles mit dem Partner diskutieren - sagte Cvetković.
Maraš wies darauf hin, dass man zunächst einen Jahresabschluss eingereicht hat. Der Mehrheitsaktionär bestand darauf, dass der Bericht geprüft und bearbeitet wird. Er würde gern wissen, wer die Verantwortung für Verluste im zweiten Bericht trägt.
Der serbische Energieminister Petar Škundrić ist der Meinung, dass man bis September genug Zeit für noch eine Revision des Jahresabschlusses hat. Die Wirtschaftskrise erwies, dass das Arrangement mit Russland eine gute Entscheidung gewesen war, meinte Škundrić. Er wurde aufgrund eines früher unterzeichneten und vom serbischen Parlament ratifizierten zwischenstaatlichen Abkommens realisiert, das unter anderem den Bau der Gasleitung South Stream in Serbien vorsieht.
NIS a.d. Novi Sad
NIS a.d. Novi Sad
Vlada Republike Srbije
Narodna skupština Republike Srbije
Gazprom Moscow

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora