Regierung gibt die multilaterale Kompensation zur Zeit auf
Sonntag, 10.05.2009.
04:15
(Mlađan Dinkić)
Die Regierung Serbiens gab zur Zeit die multilaterale Kompensation auf, als Ausweg aus der Schuldenkette und Schutz vor der Insolvenzwelle, sagte der serbische Vizepremier und Wirtschaftsminister Mlađan Dinkić.
Solche Maßnahme wäre in diesem Moment wirkungslos, besonders wenn es um die Förderung der Wirtschaft geht, einigten sich die Regierungs Mitglieder.
Man forderte das Schatzamt auf, Verpflichtungen gegeüber direkte und indirekte Haushaltsnutzer regelmäßig zu erfüllen und ausgefallene bis Ende Juni dieses Jahres auszuzahlen, hob Dinkić hervor.
Öffentliche Unternehmen sollen ihre Schulden und Forderungen analysiern, sagte er und wies darauf hin, dass ihre Forderungen die Schulden weitaus übertreffen könnten.
Die Vorlage für das neue Gesetz über Konkurs sieh die Eröffnung eines Konkurses in Unternehmen, die mehr als zwei Jahren zahlungsunfähig sind, fügte der Minister hinzu.
Er bestritt die Nachrichten in manchen Medien, nach denen es 60 000 Unternehmen mit dem gesperrten Konto in Serbien gebe. In nur 20 000 Fällen davon geht es wirklich um Unternehmen. Der Rest entfällt auf Gesellschaften und kleine Handwerksbetriebe.
- Die Konten von 16 300 von insgesamt 20 000 zahlungsunfähigen Firmen sind mehr als zwei Jahre gesperrt - sagte er. Man überlegt sogar die Möglichkeit der Zwangsmaßnahmen gegenüber Handelsketten zur Befriedigung ihrer Lieferanten, sagte Dinkić.
- Die größte Schuldenkette haben wir im Handel entdeckt. Es handelt sich um Schulden in Höhe von 600 Mio. Euro. Es gibt nur zwei mögliche Lösungen dafür: Die Handelsketten sollen ihre Schulden selbst tilgen, oder im anderen Fall ein Zwangsverfahren befürchten - hob er hervor.
Man kann noch eine Zeit warten, weil die optimale Zahlungsfrist für gelieferte Waren, seiner Meinung nach, 90 Tage beträgt.
Der serbische Vizepremier Dinkić betont, dass die Regierung entsprechende Maßnahmen und Sanktionen für unseriöse Schuldner vorbereitet hat.

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