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Serbien wird Vollmitglied von CERN, viele Vorteile für Unternehmen

Quelle: eKapija Sonntag, 16.12.2018. 15:24
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(FotoDominionart/ shutterstock.com)
Der Rat der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) hat auf seiner 191. Sitzung die Aufnahme Serbiens als 23. Mitglied dieser größten wissenschaftlichen Organisation einstimmig beschlossen.

Die Vollmitgliedschaft Serbien wird erst nach der Annahme des internen Verfahrens in Serbien und nach dem Abschluss des Registrierungsprozesses bei der UNESCO in Kraft treten. UNESCO ist internationale Organisation, die die Ratifizierung der Mitgliedsländer durchführt.

- Dies ist, meiner Meinung nach, eines der wichtigsten Ereignisse für unser Land in der jüngeren Geschichte - sagte Prof. Dr. Petar Adzic, Vertreter Serbiens im CERN-Rat und Vorsitzender der staatlichen Kommission für die Zusammenarbeit mit CERN.

- Serbien ist Nachfolger des ehemaligen Jugoslawien, das erst 1953 gemeinsam mit 11 westeuropäischen Staaten die Gründungsurkunde unterzeichnete, und am 29. September 1954 zu einem der Gründugnsstaaten von CERN wurde. Jugoslawien hat die Organisation 1962 verlassen, hat aber einen damaligen Beobachterstatus erhalten. In Hinsicht darauf können wir sagen, dass unser Land nach mehr als 55 Jahren in die CERN-Familie zurückkehrt - sagte Adzic und unterstrich, dass die Aufnahme 10 Jahre vorbereitet worden sei.

Die Zusammenarbeit mit CERN wurde aber noch früher wieder aufgenommen, 2001, als ein Vertrag über Zusammenarbeit unterzeichnet wurde, dank dessen serbische Physiker an ATLAS- und CMS-Experimenten und an der Suche nach Higgs-Boson teilnehmen konnten.

In den folgenden Jahren haben sie ihre Teilnahme an den Aktivitäten von CERN intensiviert und Serbien hat bei einer Reihe von anderen Experimenten mitgemacht. Serbien wurde im Laufe 2012 zum assozierten Mitglied. Eine hochrangige CERN-Delegation besuchte Serbien 2018, die später eine positive Stellungnahme an den Rat abgab. Der Rat hat über die Vollmitgliedschaft auf einer geschlossenen Sitzung entschieden.

- Serbische Forscher und Wissenschaftler haben seit Jahren einen wichtigen Beitrag zu CERN geleistet. Ich möchte deshalb unser 23. Mitglied willkommen heißen und meine Freude für die noch intensivere Zusammenarbeit ausdrücken - erklärte Dr. Fabiola Gianotti, Generaldirektorin bei CERN.

CERN ist eine internationale Großforschungseinrichtung, an der die entwickeltesten euorpäischen Länder teilnehmen, um "zu untersuchen, woraus das Universum besteht und wie es funktioniert".

Zehntausende von Physikern aus der ganzen Welt machen bei Experimenten in CERN mit, wie auch zahlreiche Ingenieure, technische Fachkräfte, Volkswirte u.a. CERN verfügt über den stärksten Teilchenbeschleuniger in der Welt (Large Hadron Collider - LHC), mit dem 2012 Higgs-Boson (Higgs-Teilchen) entdeckt wurde.

Der offizielle Empfang von Serbien ist für Anfang 2019 geplant, heißt es in der Mitteilung.

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