Gemeinsamer serbisch-mazedonischer Grenzübergang soll bald eröffnet werden
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić und der mazedonische Premierminister Zoran Zaev trafen sich am Sonntag, 2. September in Presevo, am Grenzübergang Presevo-Tabanovce, wo sie den Bau eines gemeinsamen Grenzübergangs besprachen. Nach dem Besuch des Grenzübergangs kündigten sie auf einer Pressekonferenz den Start des Projekts "One Stop Shop" an, das nur eine gemeinsame Zollstelle an der Grenze vorsieht. Sie unterstrichen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und Mazedonien und kündigten zugleich eine gemeinsamen Sitzung der beiden Regierungen bis zum Jahresende an.
Vucic sagte der Presse, dass ein gemeinsamer Grenzübergang die Durchreise durch Serbien und Mazedonien erheblich erleichtern und beschleunigen, und beide Länder wettbewerbsfähiger machen würde.
- Es ist unser Wunsch, das gleiche mit den anderen Ländern in der Region zu tun, aber bisher sind wir in unseren Verhandlungen mit Mazedonien am weitesten gegangen. Ich glaube, dass dieser Grenzübergang der erste seiner Art sein wird, sagte Vucic, wie Beta berichtete.
Das Projekt ziele, laut Worten von Vucic, darauf ab, Reisenden Zeit und Geld zu ersparen, berichtet Tanjug. Man sollte nicht dazu gezwungen werden, sich zweimal der gleichen Überprüfung zu unterziehen, wenn sich alles - von der Zoll- bis zur Veterinärkontrolle - an einem Ort durchführen lässt. Die Wartezeiten an Grenzübergängen können dadurch halbiert werden.
Der mazedonische Ministerpräsident Zajew wies darauf hin, dass die Bürger aufgrund des gemeinsamen Grenzübertritts die serbisch-mazedonische Grenze nur einmal an derselben Stelle überqueren müssten, berichtete Beta. Er sagte, dass das Projekt das Beispiel einer großen Freundschaft zwischen den beiden Ländern darstelle, und dankte auch der Weltbank für ihre Unterstützung.
Wie Tanjug berichtete, sagte Zajew, dass man das Protokoll über die Projektrealisierung bald auf der gemeinsamen Sitzung der beiden Regierungen unterzeichnen würde.
Er sagte, dass auf dem Balkan jedes Jahr mehr als 1 Milliarde Euro wegen der langen Wartezeiten an den Grenzübergängen verloren gingen und dass 80% der Warentransportzeit auf lange Wartezeiten an den Grenzübergängen zurückzuführen ist.
Zu dieser Aussage fügte Vucic hinzu, dass es sich um rund eine Million Passagiere pro Jahr handle und dass das Projekt bedeutsam sei, weil beim Transport von Rindern, Milch und Milchprodukten auf den Balkangrenzen viel verloren gegangen sei.
- Das war einer der Hauptgründe, warum wir einen freien Güterverkehr auf dem Balkan einführen wollten. Diese Maßnahme würde Gewinne unserer Unternehmen um mindestens 7% erhöhen, betonte Vucic.

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