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Serbien wird Uhren weiterhin umstellen, bis Europa nicht anders entscheidet

Quelle: Novosti Dienstag, 21.08.2018. 15:33
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Podeli

(Fotorangizzz/shutterstock.com)
Parallel zur europäischen Debatte über die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung bereitet sich Serbien für die Verabschiedung des Gesetzes über Zeitrechnung vor. Das Ziel ist, eine einheitliche Zeitrechnung auf dem Territorium des ganzen Landes zu sichern. Eine besondere Arbeitsgruppe hat den Entwurf erstellt, der vorsieht, dass die Uhren in Serbien, in der letzten Märzwoche genau um zwei Uhr vorgestellt, und in der letzten Oktoberwoche zurückgestellt werden.

Das aktuelle Gesetz über Zeitrechnung wurde 2006, also während der Staatsgemeinschaft mit Montenegro verabschiedet werden. Wir benötigen deshalb ein neues Gesetz, das die Regeln für die Zeitumstellung in Serbien vorschreibt.

Unser Land passt alle seine Gesetze an europäische Regeln und Vorschriften an. Das bedeutet, dass falls sich Europa in der Zukunft für die Abschaffung der Sommer- bzw. Winterzeit entscheidet, Serbien seine Gesetze anpassen wird.

Es scheint, dass die Europäische Union von der Zeitumstellung müde ist. Es bleibt zu sehen, ob man sich für die ständige Sommerzeit oder ständige Winterzeit entscheiden wird.


Nach mehreren Anfragen europäischer Abgeordneter und zahlreichen zivilen Petitionen beschloss die Europäische Kommission, die Meinung ihrer Bürger zur Zeitumstellung in einer Online-Befragung zu prüfen. An der Umfrage, die Anfang Juli gestartet, und um Mitternacht am Donnerstag abgeschlossen wurde, nahmen 4,6 Mio. Menschen teil. Die EK wird die Ergebnisse analyisieren lassen und in einigen Wochen mit konkreten Vorschlägen aufgrund der Ergebnisse kommen.

Obwohl die definitive Entscheidung noch nicht getroffen ist, ist es sehr realistisch zu erwarten, dass man die Zeit nicht mehr umstellen wird, weil diese Option immer mehr Gegenr hat.

Die Sommerzeit wurde aus Gründen der Energieeinsparung in Deutschland 1980 eingeführt, in anderen Mitgliedstaaten schon deutlich früher. Seit 2002 ist die Umstellung EU-weit einheitlich geregelt, um Probleme durch unterschiedliche Uhrzeiten im Gütertransport oder bei Flug- oder Bahnverbindungen zu vermeiden. Die Uhren werden dabei immer am letzten Sonntag im März vor- und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurückgestellt.

Der Kommissionssprecher verwies gleichzeitig darauf, dass Studien zu möglichen Gesundheitsproblemen durch die Zeitumstellung bis heute keine eindeutigen Schlussfolgerungen erlaubten. Deshalb müsse die Entscheidung nun "auf Basis von anderen Kriterien" getroffen werden.

Laut Kommission könnten nach neueren Untersuchungen zwar die Auswirkungen auf den Biorhythmus stärker als angenommen sein. Es gebe aber auch positive Effekte für die Gesundheit im Zusammenhang mit mehr Freizeitaktivitäten im Freien. Ursprünglich durch die Sommerzeit erhoffte Energiespareffekte seien darüber hinaus aber bestenfalls "marginal".

Nach der Beratung mit Bürgern und mit jedem Mitglied wird die Europäische Kommission entscheiden, ob die immer mehr umstrittene Zeitumstellung aufgegeben oder behalten werden soll. Wenn man sich für die Abschaffung entscheidet, muss auch beschlossen werden, ob man die Sommer- oder Winterzeit behalten wird.

Es wird angenommen, dass aufgrund der Koordinierung der Zeitpläne und der Vereinfachung der Geschäfte eine einmalige Entscheidung und die gleichen Zeitzonen angestrebt werden. Natürlich werden andere Länder, die, wie Serbien, die EU-Mitgliedschaft anstreben, ihre Gesetzgebung mit Brüssel harmonisieren werden.

Gesetz gilt nicht für Flugzeuge

Das Gesetz über die Zeitrechnung gilt nicht für die Zeit im Luftverkehr. Sie ist, wenn dies in internationalen Übereinkommen und Verträgen vorgesehen ist, anders als in diesem Gesetz definiert.

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