LJAJIC: Währungskrise in der Türkei wird sich auch auf Serbien auswirken
Freitag, 17.08.2018.
11:33
Serbien hat große Fortschritte bei den türkischen Investoren gemacht, aber dies ist ein neuer Umstand, den jeder Investor bei der definitiven Entscheidung in Betraicht ziehen wird, berichtet die Nachrichtenagentur Tanjug.
- Die neuesten Entwicklungen geben uns Anlass zu ernsthafter Sorge, weil wir die Auswirkungen dieser Währungskrise nicht vermeiden können. Es gibt türkische Textilfabriken, die hier wegen der niedrigeren Kosten eröffnet wurden. Der Einbruch der türkischen Lira wird ihre Kosten in der Türkei automatisch senken, während die Kosten in Serbien steigen werden - so Ljajic.
Er fügte hinzu, dass das Gehalt von 1,6 Millionen Lira vor der Währungskrise einen Wert von 450 Euro hatte und jetzt 250 Euro.
- Wenn die aktuelle Situation anhält, wird sie sicher potenzielle Investoren beeinflussen. Niemand von ihnen kommt nach Serbien aus Liebe, sondern aus wirtschaftlichen Gründen - so Ljajic.
Der Bau der Autobahn Belgrad-Sarajevo ist ein zwischenstaatliches Projekt von regionaler Bedeutung, die aus nationalen und internationalen Quellen finanziert wird. Die Währungskrise in der Türkei könnte leicht zur Verzögerung der Realisierugn des Projekts führen, schreibt die Belgrader Tageszeitung Politika in der heutigen Ausgabe.
Mit diesen Worten kommentiert Aleksandar Medjedovic, Mitglied des Türkisch-serbischen Wirtschaftsrats in der Türkei, die Möglichkeit, dass die aktuelle wirtschaftliche Instabilität in der Türkei die Umsetzung dieses Projekts verlangsamt.
Zuständige behaupten, dass alles bisher nach Plan verlaufen sei. Im nächsten Jahr sollen technische Unterlagen und das Finanzierungsmodell fertiggestellt werden. Der Baubeginn für die neue Autobahn wird im nächsten Jahr erwartet, berichtet die Tageszeitung.
- Neben der aktuellen Wirtschaftskrise ist es auch wichtig zu wissen, ob die Volkswirtschaften Serbiens und Bosnien-Herzegowinas für dieses Projekt bereit sind. Das Projekt wird außerhalb der Türkei realisiert und ist nicht direkt mit der Lira verbunden - so Medjedovic.
Langfristige Perspektiven hätten, seiner Meinung nach, türkische Investoren nach Serbien angezogen. Das bedeutet, dass sie sich von einer kurzfristigen oder temporären Situation nicht entmutigen lassen, sagte er.
Ministarstvo turizma i omladine Republike Srbije

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