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Richard Veitch, Generaldirektor von "U.S.Steel" – Wir reduzieren Export

Quelle: Novosti Donnerstag, 12.02.2009. 10:13
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Podeli

(Richard Veitch)

Ende des Jahres traf man die Entscheidung, die Produktion in manchen Betrieben der Eisenhütte in Smederevo einzustellen. Die Geschäftsleitung behauptet, es wird keine Kündigungen geben, mindestens in der nächsten Zeit. Obwohl die globale Finanzkrise mit dem fünfjährigen Jubiläum des Unternehmens "U.S. Steel" in Serbien zusammenfiel, ist man mit bisherigen Ergebnissen in Serbien zufrieden.

Das letzte Geschäftsjahr war jedoch erfolgreich, erklärte Richard Veitch, Generaldirektor des Unternehmens in einem Interview für die Belgrader Tageszeitung "Novosti".

- Die Produktion ist in vergangenen Jahren um 75% gestiegen, bzw. von 98 900 t Stahl monatlich 2004 auf 173 000 t Ende 2008. Unsere Mitarbeiter verdienen Lob für ihren Fleiß und Ermutigung für weitere Leistungen.

Wie sehen euere Projekteionen für 2009 aus? Wie wirkt sich die Finanzkrise auf ihre Tätigkeit in Serbien aus?

- Die aktuelle Finanzkrise hat die Industrie und den internationalen Stahlmarkt stark betroffen. Die Nachfrage nach Stahl ist enorm zurückgegangen. Um uns an neuen Umständen anzupassen, beschlossen wir die Produktion in Europa zu konsolidieren, indem wir die Produktion in manchen Betrieben in Serbien enstellen.

"U.S.Steel Srbija" ist der größte Exporteur. Wird Serbien dadurch indirekt betroffen?

- Wir haben die Produktion an Forderungen unserer Kunden angepasst. Die Krise wird gewiss einen negativen Einfluss auf unsere Exportergebnisse ausüben.

Serbische Bürger bangen um ihre Arbeitsplätze...

- Ich verstehe ihre Sorgen gut, besonders in Hinsicht auf ihre Erfahrungen in der Vergangenheit. Sie haben schwierige Zeiten überlebt und um eigene Existenz und Existenz ihrer Familien gekämpft.

Der Einstieg des Unternehmens "U.S.Steel" in den serbischen Markt 2003 durch Übernahme von "Sartid" entfachte Polemik in der Öffentlichkeit. Glauben Sie heute, alle politische Gegner überzeugt zu haben?

- Wir haben ein Unternehmen im Konkursverfahren gekauft und inzwischen bewiesen, seriöser Investor zu sein. Wir haben nicht nur in die Ausstattung und Technologie, sondern auch in die lokale Gemeinschaft investiert.

Wie gut sind eure Beziehungen zur Regierung Serbiens heute?

- "U.S.Steel" hat von Anfang an gute Beziehungen zur Regierung Serbiens gehabt. Der Staatspräsident und der Regierungschef sind von allen Aktivitäten des Unternehmens informiert, wie z.B. von der Realisierung des Versorgungsprogramms für überschüssige Arbeiter oder jetzt, während der Krise.

Sie sind Vorstizender der US-amerikanischen Handelskammer in Serbien. Werden ihre Meinungen und Forderungen in der Straße Nemanjina 11 berücksichtigt?

- Seit der Gründung 2001 hat sich die Kammer als seriöser Partner der serbischen Behörden verhalten. Ich bin der Meinung, dass sie durch Partnerschaft und Dialog mit allen Seiten an der wirtschaftlichen Entwicklung Serbiens aktiv teilnimmt. Besonders wenn es um Fragen von großer Bedeutung für Aktivitäten einheimischer und ausländischer Investoren geht. Mitglieder der US-amerikanischen Handelskammer in Serbien (insgesamt 180) sind an der Entwicklung der Infrastruktur und einer effizienteren Erteilung der Genehmigungen interessiert bzw. an der Verbesserung des gesamten Geschäftsumfelds in Serbien.

Gibt es Politiker in Serbien, mit denen Sie die gleiche Wellenlänge haben?

- Als Generaldirektor des Unternehmens "U.S.Steel" treffe ich mich manchmal mit dem Staatspräsidenten, Regierungsvertretern, Ministern, Prinzen Alexander Karadjordjevic und Prinzessin Katarina, mit US-Botschaftern und anderen diplomatischen Vertretern. Jeder Gedankenaustausch mit Direktoren der weltführenden Unternehmen sowie mit Geschäftsleitern kleiner und mittlerer Unternehmen stellt eine kostbare Erfahrung dar.

NUMMER EINS IM ARBEITSSCHUTZ

Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz?

- Das Unternehmen war in einem schlechten Zustand, als wir es übernommen haben. Man hatte weder Schutzausstattung, noch eine Sicherheitsprozedur. Wir haben uns wirklich darum bemüht. "U.S.Steel" hat in vergangenen fünfeinhalb Jahren zum Arbeitsschutz-Leader in der Region geworden. Keine Verletzungen – das ist unser Hauptziel.

WIR HABEN BEWIESEN, GUTE NACHBARN ZU SEIN

Wie viel wird in den Umweltschutz investiert?

- Wir haben mehrmals bewiesen, gute Nachbarn und verantwortungsvolle Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Wir haben mehr als 50 Mio. US-Dollar in den Umweltschutz investiert. Anfang Dezember 2008 hat man uns mit dem Preis "Virtus" ausgezeichnet. Es handelt sich um eine Auszeichnung für Projekte für die lokale Gemeinschaft, im Bereich des Bildungs- und Gesundheitswesens, Jugendarbeit, Sport, Kultur und Tradition.

ICH MAG SMEDEREVO, ŠABAC, KUČEVO...

Wie gefallen Ihnen Smederevo und Serbien?

- Ich mag Smederevo, genauso wie Šabac, Kučevo und Belgrad. Ich wohne in der Hauptstadt und betreiber Fabriken in erwähnten drei Städten. Ich fühle mich immer angenehm in jeder von ihnen. Meine Frau und Kinder haben sich im Vorjahr an der touristisch-wirtschaftlichen Veranstaltung "Smederevska jesen" (Herbst in Smederevo) unterhalten. Serbien ist ein schönes Land.

(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Novosti" vom 12.2.2009)

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