Solarhütte im Syrmien – Ingenieur Milenko Milinković errichtete Haus, beheizt von der Sonne
Sonntag, 01.02.2009.
14:26
(Milenko Milinković)
Die Erde bekommt jedes Tages von der Sonne Energie, die das Potenzial aller bekannten Vorkommen von Fossilbrenstoff auf der Erde übertrifft. Einen Teil dieses Riesenpotenzial wollte Milenko Milinković durch Errichtung eines Solarhauses in Boljevci unweit von Belgrad nutzen. Seine Bemühungen resultierten mit einem energiesparenden Haus, dem kein anderes in der ganzen Welt gleichkommen kann.
Es handelt sich um Halbkugel, die 18,5 m im Durchmesser mißt. Auf die Frage, warum er sich für eine solche Form entschieden hat, antwortet Milenko auch mit einer Frage: "Haben Sie irgendwo in der Natur rechteckige Formen gesehen?". Seine Gesprächspartner erinnert er an Iglus und Erdhütten und erklärt, dass Sphären die matematisch optimalste Form darstellen, weil sie mit der minimalen Fläche das maximale Volumen schließen.
Die hintere Seite des Hauses ist völlig eingegraben und seine Front ganz verglast. Wir betreten sofort einen 220 m2 großen Wohnraum, in dessen Erdgeschoß ein Solarbecken gebaut worden ist. Im ersten Stock gibt es zwei Schlafzimmer mit Bädern und Whirlpools. Dank Sonnenkollektoren, die eine Fläche von 115 m2 decken, verbraucht Milinković nur 15 kWh Wärmeenergie pro Quadratmeter jährlich. Neugebaute Wohnungne in Belgrad benötigen mehr als 100 kWh Wärmeenergie pro Quadratmeter jährlich und ähnlich Solarhäuser in der Welt nicht unter 40 kWh.
(Wohnraum mit Schwimmbecken)
Mit Arbeitsorden ausgezeichnet
- Mögliche Anwendungen der Sonnenenergie sind enorm, besonders wenn es um die Wasser-Beheizung geht. Viele Länder haben diese Frage bereits gesetzlich geregelt – erklärt Milinković, Ingenieur für Elektrotechnik, der jahrelang im Telekommunikationssektor gearbeitet hat. Als Direktor der Post in seiner Heimatstadt Vukovar hat er die Anzahl der Festnetzanschlüsse von 5 auf 33 pro Kopf erhoben. Das war 1987, Serbien hat dieses Niveau erst in den letzten Jahren erreicht.
Er wurde von der damaligen kroatischen Regierung mit einem Arbeitsorden mit Silberkranz ausgezeichnet. Die Beliebtheit unter seinen Mitbürgern wurde an den ersten demokratischen Parlamentswahlen 1990 bewisen. In einer Gemeinde, wo Serben nur 30% der Bevölkerung ausmachten, bekam er 67% der Stimmen und wurde zum Abgeordneten im Parlament der Republik Kroatien gewählt. Seine politische Karriere endete aber schnell. Nach dem Kriegsausbruch zog er mit seiner Familie nach Belgrad um. Seine Firma "Milinković Company" hat sich inzwischen in ein stabiles Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten (davon 16 mit einem Hochschulabschluss) entwickelt.
(Anerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung Blic vom 1.02.2009.)
Milinković Company d.o.o. Beograd
Ministarstvo prosvete Republike Srbije
Ministarstvo sporta Republike Srbije

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