Ältester Baum Europas ist 1.230 Jahre alt
Eine zerfurchte Kiefer, die im Süden Italiens, im heutigen Nationalpark Pollino wächst, ist 1.230 Jahre alt und damit der älteste wissenschaftlich datierte Baum Europas
Die Wissenschaftler bestimmten das Alter dieser Schlangenhaut-Kiefer mit dem Spitznamen "Italus" durch eine Kombination aus einer Baumringanalyse und Radiokarbondatierung.
Untersuchungen haben ergeben, dass die Kiefer in den vergangenen Jahrzehnten einen Wachstumsschub hatte.
Ihr Stamm gewann in dieser Zeit größere Ringe dazu, obwohl viele andere Bäume im Mittelmeerraum ein verringertes Wachstum aufwiesen.
Die Entdeckung zeigt, dass einige Bäume selbst dann mehrere Jahrhunderte alt werden können, wenn sie extreme Klimaveränderungen durchleben.
Die alte Kiefer keimte beispielsweise während einer mittelalterlichen Kaltphase und durchlebte dann deutlich wärmere Zeiten und sogar Dürreperioden.
Eine Analyse des Wachstums über den Verlauf so vieler Jahre hinweg, in denen sich die Bedingungen verändert haben, hilft den Wissenschaftlern dabei, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Wälder auf den modernen Klimawandel reagieren könnten.
"Die Studie von mehrere hundert Jahre alten Bäumen ist besonders wertvoll, um künftige Auswirkungen des Klimawandels auf Waldökosysteme vorherzusagen", sagt Maxime Cailleret von der schweizerischen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Die Wissenschaftlerin untersucht die Sterblichkeit von Bäumen.

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