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Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Quelle: N1 Donnerstag, 29.03.2018. 15:52
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Podeli
(FotoSyda Productions/shutterstock.com)
Langsam, aber unaufhaltsam kommt das Frühjahr: Die Tage werden länger, viele Pflanzen zeigen schon erste Knospen. Doch statt Aktionsdrang zu wecken, schleppen sich viele von uns in diesen Tagen nur müde durch den Tag – die Frühjahrsmüdigkeit hat uns im Griff. Von Frühlingserwachen keine Spur. Aber woran liegt das?

Wenn draußen die Natur immer aktiver wird, schlägt bei vielen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit voll zu: Wir fühlen uns müde, schlapp und lustlos, obwohl wir eigentlich kerngesund sind. Meist überfällt uns diese müde Phase im März, wenn es draußen allmählich wärmer wird. Kommt dann noch die Zeitumstellung Ende März dazu, fühlen sich viele endgültig neben der Spur. Immerhin ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung trifft diese Frühjahrsmüdigkeit, schätzen Mediziner.

Aber woher kommt diese Müdigkeit? Der Hauptgrund liegt wahrscheinlich in unserer inneren Uhr. Sie steuert unter anderem unseren Hormonhaushalt und beeinflusst darüber Kreislauf, Blutdruck und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Und sie sorgt dafür, dass sich auch unser Körper an die Jahreszeit anpasst.

Im Frühjahr, wenn die Tage länger werden, schaltet unsere innere Uhr vom Winter- auf das Sommerprogramm um. Dabei verändern sich unter anderem unsere Körpertemperatur und die Durchblutung. Wenn es wärmer wird, weiten sich die Blutgefäße in den Gliedmaßen und der Haut, erklären Mediziner.

Dadurch sinkt die Temperatur in unserem Körperzentrum leicht ab. Gleichzeitig fällt auch der Blutdruck. Dadurch fühlt man sich müde un dschlapp - ähnlich wie man es auch von besonders schwülwarmen Tagen im Sommer kennt.

Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen steigen, kommt unser Körper zunächst nur langsam in Schwung, da sich die innere Uhr erst umstellen Muss. Die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist noch nicht ganz geklärt. Fest steht aber, das die beiden körpereigene Hormone Serotonin und Melatonin an den Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufprobleme oder Müdigkeit beteiligt sind.

Die Zeiten der Jäger und Sammler sind längst vorbei - doch die ursprünglichen Überlebensstrategien der eiszeitlichen Urväter stecken noch immer ein wenig in unseren Genen. Zusammen mit den vorweihnachtlichen Verlockungen enähren sich deshalb die meisten im Winter eher von fettreichen, vitalstoffarmen Speisen - eine Strategie, die sich jedes Mal im Frühjahr bitterlich rächt. Die Vitaminspeicher sind leer gefegt. Das macht nicht nur anfällig für Infekte, sonden erschwert auch die saisonale Umstellung.

Da hiflt nur eine Ernährungsumstellung, bei der Obst und frisches Gemüse ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Vitamine stehen auch im Winter aus regionalem Anbau als Spinat, Blattsalate, Möhren, Lauch oder Frühlingszwiebeln zur Verfügung. Die Sonnenspeicher aus dem Süden in Form von Ananas, Zitrusfrüchten und Kiwi tun ihr Übriges, um den Körper mit Vitaminen, Ballaststoffen und Enzymen zu versorgen.

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