FlixMobility will sein Fernzuggeschäft ausbauen - Fernzüge auf mehreren Strecken in Deutschland ab März
Dienstag, 13.03.2018.
00:26
Das Busunternehmen Flixbus schickt ab dem 23. März nach einer Testphase einen eigenen Zug auf die Strecke Hamburg-Essen-Düsseldorf-Köln. Damit erweitert das Unternehmen sein Bahnangebot, das Fahrgäste über längere Strecken schneller ans Ziel bringen soll als ein Bus.
Schon 2017 hatte Flixbus die Strecke Hamburg-Köln in Kooperation mit dem Bahnbetreiber HKX testweise angeboten. Die Züge sollen einmal täglich außer mittwochs fahren.
Die Muttergesellschaft Flixmobility hat dafür ein eigenes Unternehmen gegründet, Flixtrain – quasi eine Schwester von Flixbus. Bereits heute wirkt Flixtrain als Vertriebsplattform für Tickets von Bahnkonkurrenten für mehrere Strecken.
Flixtrain selbst fährt keine Züge; betrieben werden diese von dem tschechischen Anbieter Leoexpress und dem Nürnberger BahnTouristikExpress. Die neuen Züge sollen im firmeneigenen Grün unterwegs sein.
Ab Mitte April sollen weitere Zugstrecken folgen. Bereits jetzt bietet Flixbus Fahrten mit Locomore an, das von Stuttgart über Frankfurt und Hannover nach Berlin verkehrt.
"Mit dem Zug sind wir plötzlich für Kunden relevant, für die wir bisher nicht interessant waren. Davon profitiert auch unser Fernbusangebot", sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein. Flixbus hatte im Sommer 2017 den damals insolventen Bahnanbieter Locomore übernommen.
Flixbus war 2013 nach der Liberalisierung des Fernbusmarkts gestartet. Das Unternehmen fusionierte Anfang 2015 mit MeinFernbus und dominiert seitdem dieses Geschäftssegment in Deutschland. Verschiedene Wettbewerber sind damit gescheitert, der Bahn Konkurrenz zu machen.
FlixBus

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