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Freie Streckenführung im südosteuropäischen Luftraum offiziell gestartet

Quelle: Beta Freitag, 02.02.2018. 09:27
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Abbildung (FotoArchMan/shutterstock.com)Abbildung
Am 1. Februar 2018 ist die Initiative des Luftraums mit freier Streckenführung (Free Route Airspace, FRA) der South East Common Sky Initiative (SECSI) in Kraft getreten. Die Vereinbarung umfasst die "Free Route Airspace"-Bereiche von Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Serbien und Slowenien. Die Flugstrecken zwischen Mittel- und Süd-Europa werden damit ebenso wie Richtung Türkei und dem Mittleren Osten deutlich verkürzt.

Die Umsetzung dieser Initiative wird durch kürzere Flugwege zu einer effizienteren Abwicklung des Flugverkehrs und damit zur Reduktion von Schadstoffen (CO2) und Einsparung von Treibstoff führen. Dieses Konzept ist daher auch ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung von Single European Sky.

"Free Route Airspace" ist ein festgelegter Luftraum, innerhalb dessen Luftraumnutzer frei die (kürzeste) Route zwischen vordefinierten Ein- und Ausflugspunkten wählen dürfen, ohne dass eine bestehende Luftstraße (ATS Streckensystem) benutzt werden muss.

Luftraumnutzer entlang der europäischen Süd-Ost Achse dürfen zukünftig frei die kürzesten Routen zwischen vordefinieren Ein- und Ausflugspunkten in Mitteleuropa und populären touristischen Reisezielen in Ländern wie Griechenland, Ägypten und der Türkei wählen, ohne dass eine bestehende Luftstraße (ATS Streckensystem) benutzen zu müssen, teilte die Flugsicherugn Serbiens und Montenegros (SMATSA) mit. Diese Initiative soll Fluggesellschaften, Erwartungen zufolge, 600.000-700.000 Seemeilen jährlich ersparen.

- Die Möglichkeit, die kürzesten Routen innerhalb eines Luftraums zu wählen, wird Fluggesellschaften bis zu 1.940 Seemeilen bzw. 285 Minuten pro Flug ersparen. Der Kraftstoffverbrauch kann um 8.000 kg und die CO2-Emission um 25.500 kg reduziert werden - heißt es in der Mitteilung von SMATSA.

Die freie Streckenführung im Luftraum erwähnter Länder ermöglicht Luftfahrtgesellschafen, den Wind viel effizienter zu nutzen und überlastete Teile des Luftraums, aktive Militärzonen oder Gebieten mit ungünstigen Wetterbedingungen zu vermeiden.

- Die Initiative bietet noch mehr verfügbare Optionen für die Auswahl der erwünschten Routen. Die Planung von direkten Routen erhöht die Vorhersagbarkeit der Trajektorien von Flugzeugen, wodurch die Flugverkehrskontrolle entlastet wird - teilte SMATSA mit.

Diese Initiative soll wesentlich dazu beitragen, das Ziel der europäischen Kommission, bis 2020 einen Free Route Luftraum (FRA) für ganz Europa zu etablieren, zu erreichen, heißt es in der Mitteilung von SMATSA.

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