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Serbischer Pass immer interessanter für reiche Ausländer - Bis Ende 2017 das erste Familienbüro in Belgrad

Quelle: eKapija Donnerstag, 02.11.2017. 15:50
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Podeli

(FotoIvana Vuksa)
Das populäre Pass-Programm, bzw. der Erwerb der Staatsbürgerschaft durch Investitionen und Spenden, können Ländern einen Gewinn zwischen einer halben und mehreren Milliarden Euro sichern, zeigen die Analyisen der Experten in diesem Bereich. Die Einführung eines solchen Programms hängt ausschließlich vom Staat ab, aber das Programm kann seine wirtschaftliche Macht entscheidend beeinflussen. Solche Programme werden von wohlhabenden Individuen genutzt, die sich dort ansiedeln, wo sie ein günstiges Geschäftsumfeld finden.

Viele Länder haben deshalb sogenannte Familienbüros (familly office) eingeführt - um wohlhabenden Menschen die Niederlassung zu erleichtern. Das schließt verschiedene Dienstleistungen ein: Erwerb von Visa und anderen Dokumenten, Unternehmensgründung, Buchhaltung, Steuer- und Immobilienberatung, Suche nach entsprechenden Schulen für Kindern usw.

Serbien hat kein Einbürgerungsprogramm für Investoren und die Gesetze, die diesen Bereich regeln solchen, stimmen einfach nicht überein. Das erste Familienbüro köntne aber bis Ende 2017 in Belgrad eröffnet werden, kündigt Milan Dobrosavljevic, einer der Gründer des Unternehmens Alpha Partners mit Sitz in Andorra dem Portal eKapija an. Alpha Partners betreibt das Büro Belgrade Legal Consultants in Belgrad, das solche Dienstleistungen bietet.

Das erste offizielle Familienbüro in Serbien wollen sie gemeinsam mit Partnern aus Russland eröffnen, und bis diese Idee realisiert wird, werden sie Interessenten oben beschreibene Dienstleistungen weiterhin erbringen.

- Seinen Kunden in Serbien beitet Alpha Parnters den kompletten Service, alles das, wass Familienbüros überall in der Welt bieten. Der Prozess dauert mindestens sechs Monate - so Dobrosavljevic.

Unsere Gesetze sind nicht für den Erwerb des Reisepasses aufgrund Investitionen bereit, weil sie in einer Zeit verabschiedet wurden, als Serbien weder offen, noch Ausländern interessant war, erklärt unser Gast.

(Milan Dobrosavljevic) - Wir haben in der Praxis die Lösungen für bestimmte Prozeduren in verschiedenen Gesetzen - über Ausländer, Staatsbürgerschaft, Beschäftigung von Ausländern - gefunden und versucht, etwas daraus zu bilden, was wohlhabende Individuen nach Serbien anziehen könnte. Im Unterschied zu Ländern, die bestimmte Programme für Anziehung wohlhabender ausländischer Investoren haben, gibt es keine offiziellen Verfahren dafür in Serbien.

Trotz aller Probleme und Mängel zeigen wohlhabende Investoren Interess an Serbien. Dafür gebe es, laut Worten von Dobrosavljevic, mindestens drei Gründe. Vor allem eine niedrige Einkommenssteue, die bei uns bei 15% und linear berechnet werden, was wohlhabende Menschen bevorzugen. Es gibt auch den maximalen Betrag, der als Grundlage für die Berechnung von Abgaben genutzt wird, was Gutverdiendenden entspricht. Der dritte Grund, könnte die Tatsche sein, dass Serbien och immer nicht zum System der automatischen Berichterstattung wie in OECD-Ländern gehört. In diesen Ländern gibtes keine Bankgeheimnisse, bzw. geheime Konten mehr. Die Finanzverwaltung werden direkt darüber informiert, dass ihr Staatsangehöriger ein Konto in einem anderen Land eröffnet hat.

- In Hnsicht darauf, dass wir entwickelten Ländern in jedem Segment hinterhinken, sind wir nicht mit diesem Abkommen umfasst, und deshalb sehr interessant Individuen, die ihr Vermögen verbergen wollen. Einer der Gründe für ihre Ankunft könnte der Rang unserer Pässe sein, die derzeit sehr hoch eingestüft werden. Neben Mauritius und den Seychellen sind wir eines der drei Länder der Welt, mit dessen Reisepass man ohne Visum in den Schengener Raum, nach Russland und China fahren kann. Sehr großes Interesse für die Ansiedlung in Serbien zeigen auch wohlhabende Russen. Der größte Teil der Kunden unseres Büros in Andorra sind Russen.

Wegen der Vertraulichkeitsvereinbarung darf Doborsavljevic die Identitä seiner bisherigen Kunden in unserem Land nicht enthüllen.

- Es handelt sich um wohlhabende Individuen, nicht um Unternehmen. Es gibt diejenigen, die hier bereits sind, und als Direktoren großer ausländischer Firmen beschäftigt sind - sagt unser Gast und hebt hervor, dass sie von Menschen von sehr exotischen Orten kontaktiert werden.

Ein Teil solcher Investoren sammelte sich am unlängst beendeten Belgrade Wealth Forum in Belgrad, an dem mer asl 160 Gäste aus 20 Ländern teilgenommen haben.


Wenn es um Vorteile für Länder mit solchen Programmen geht, unterstreicht unser Gast, dass sie sich vor allem sehr positiv auf Haushaltseinkommen auswirken.

- Der direkte Vorteil ist die Tatsache, dass das Geld in das Budget fließt, und der indirekte, dass ausländische Arbeitgeber einen Investor beschäftigen. Es gib auch Individuen, die unsere Staatsbürgerschaft bekommen wollen, und der Staat verliert viel Geld, weil es kein Programm dieser Art gibt.

Der Staat präsentiert Serbien seit Jahren unentsprechend, behauptet Doborsavljevic und wiederholt, dass der Staat die Bedeutung dieses Programms einfach nicht begriffen habe.


K.S.

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