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Arne Borrey, Vorstandsvorsitzender von Samsonite Europe - Wir sehen großes Potenzial auf dem serbischen Markt

Quelle: eKapija Montag, 02.10.2017. 15:48
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Arne Borrey (FotoIvana Bezarević)Arne Borrey
Den ganzen Tag haben wir von der Art und Weise gehört, wie sich die Reisen verändert haben. und alle aus dem Unternehme wollten uns erklären, wie sie sich an diese Veränderungen anpassen. Wenn jeder seine Arbeit bestmöglichst macht, können sich Chancen, welche der Markt schafft, sehr positiv auf das Unternehmen auswirken. Samsonite, einer der führenden Herstelelr von Koffern versucht deshal kontinuierlich, Innovationen zu implementieren, das Sortiment für den internationalen Markt zusätzlich zu erweitern. Sie sind auch bereit, aus der Erfahrung anderer zu lernen.

Das Unternehmenbetreibt die eigene Produktion auf zwei Kontinenten (in Belgien und Ungarn in Europa, und in Indien in Aien). Der dritte Kontinent ist ihr größter Markt (USA). Die europäischen Kapazitäten wurden unlängst durch die Eröffnung einer neuen Fabrik in Ungarn erweitert, ganz im Einklang mit den Zielen des Unternehmens, das seinen Ruhm als europäische Marke zusätzlich stärken will. Herzlich und offen empfang er gemeinsam mit seinen Kollegen journalistische Teams aus dem alten Kontinent im Werk in Szekszárd, um ihnen vor Ort zu zeigen, wie dieses Gepäck entsteht.

Neben Reisekoffer, die hier erzeugt werden, hat Samsonite auch Business-Accessoires, moderne Damen- und Herrentaschen, Kinderprogramm und Zubehör im Angebot. Durch Übernahmen will das Unternehmen seine Marktposition zusätzlich befestigen. In der kommenden Zeit will sich man auf die Entwicklung von Marken verschiedener Preisklasse und für verschiedene demographische Gruppen.

Das hat in einem Interview für unser Portal Arne Borrey bestätigt. Trotz eines engen Zeitplans ist es ihm gelungen, auf einige Fragen von eKapija zu antworten und konnte dabei seine Zufriedenheit mit dem neuen Werk in unserer Nachbarschaft nicht verhinder

- Zwischen 25 und 30% der Gesamtproduktion von Samsonite stammt aus dem Werk in Szekszárd. Durch die Inbetriebnahme noch einer Analge haben wir die jährliche Produktion von 1,2 auf 1,7 Mio. Stück erhöht, können aber, wenn nötig, die Produktion auf 2,3 Mio. Stück steigern. Es handelt sich um eine seriöse Erweiterung, fast um die Verdoppelung von Kapazitäten.

eKapija: Bedeutet das, dass Sie große Pläne für Ungarn haben?

- Ganz genau. Insbesondere für Erzeugnisse, die hier gefertigt werden. Wir sollten nicht vergessen, dass in Szekszárd hergestellte Koffer weltweit angeboten werden - von Chile, Australien und China, über Japan und Südafrika bis EU.

eKapija: Mehr als 40% der Produktion von Samsonite werden in den USA verkauft. Wo befindet sich Europa in dieser Statistik?

- In Europa verkaufen wir 23% der Produktion.

eKapija: Versuchen Sie vielleicht, die Anzahl der Produkte mit dem Kennzeichen "Made in Europe" erhöhen? Bedeutet das, dass Sie vielleicht noch ein Werk auf dem alten Kontinent überlegen?

- Nicht in diesem Moment. Wir haben unsere Produktionskapazitäten in Ungarn erheblich erweitert, und haben zugleich große Pläne für unsere Fabrik in Oudenaarde in Belgien. Wir planen derzeit keine neue Erweiterung. Mit den Anlagen in Szekszárd sind wir äußerst zufrieden, die Zusammenarbeit mit der Regierung und der Gemeind ist gut, wir haben hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter und, wenn es nötig wäre, werden wir weiterhin hier invstieren.

(In einer der Produktionshallen in Szekszárd)

eKapija: Wie finden Sie den serbischen Markt?

- Serbien war kein einfacher Markt für uns. Wenn wir zurückschauen, war es nicht leicht, einen entsprechenden Vertreiber für diesen Markt zu finden. Das war eine große Herausforderung für uns.

eKapija: Seit dem letzten Jahr haben Sie einen neuen Partner in Serbien, Unternehmen Brand point. Eröffnet wurde auch das erste Geschäft "House of Samsonite" im Zentrum von Belgrad und die Eröffnung von weiteren zwei wurde angekündigt.

- Genau, deshalb bin ich - unabhängig von früheren Schwierigkeiten, überzeugt davon, dass wir dort eine große Zukunft haben. Europäier reisen durchschnittlich viermal im Jahr, und Serbien ist, leider, weit unter dem Durchschnitt. Wir haben trotzdem ein großes Potenzial erkannt, wir müssen einfach Schritt für Schritt gehen.

eKapija: Samsonite hat im Vorjahr zwei große Übernahmen realisiert: von Luxus-Premium-Marke Tumi wie auch eBags. Was bedeuten sie für das Unternehmen?

- Das waren zwei sehr wichtige Übernahmen für unser Unternehmen, weil sie unser Portfolio sehr kräftig ergänzt haben. Als Unternehmen haben wir die Gelegenheit, aus dem Geschäftsmodell von Tumi viel zu lernen. Diese Marke hat ein enormes Wachstumspotenzial auf dem europäischen Markt. eBags ist, auf der anderen Seite, ein Multmarken-Modell des Online-Handels, das wir derzeit in den USA nutzen, und wir werden sehen, ob es sich genauso erfolgreich weltweit implementieren lässt.

eKapija: Überlegen Sie, vielleicht, weitere Übernahmen?

- In diesem Moment bin ich mit so etwas nicht vertraut. Jede neue Übernahme muss in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie sein, und wir müssen uns derzeit mit den bereits realisierten Übernahmen beschäftigen.

eKapija: Wie wichtig für die Strategie und Vision des Unternehmens ist die Tatsache, dass Samsonite ein Multimarken-Unternehmen ist, mit Marken wie z.B. American Tourister, TUMI, Lipault, Hartmann in seinem Portfolio?

- Sehr wichtig - unser Ziel ist, die Bedürfnisse aller Kunden zu befriedigen. Für jüngere Kunden haben wir American Tourister in der Preiskategorie 50-110 EUR, für diejenige, die oft auf der Reise sind, unsere Marke Samsonite (110-500 EUR) wie auch Tumi als eine Luxus-Premium-Marke für Kunden, die sehr oft reisen und diejenige, die mehr als 600 EUR für das Gepäck ausgeben können. Es gibt nicht so viele Käufer in dieser Klasse, aber die Nachfrage nach solchen Produkten ist konstant. Diese drei Marken decken, also, alle Preissegmente. Und ich darf nicht unsere besondere Marke für Damen - Lipault, vergessen.

(Geschäft in Belgrad) eKapija: Samsonite ist weltweit für sein einzigartiges Design bekannt. Was sind aktuelle Trends in der Gepäckindustrie und in welcher Richtung werden sie sich weiter entwickeln?


- Am meisten vertretener Trend derzeit ist Handgepäck, und ihm ist der größte Teil des Wachstums in dieser Industrie zu verdanken. Man reist häufiger, bevorzugt aber kürere Reisen. Unsere Kunden wollen ihre Sachen bei sich haben, sie wollen nicht mehr Stunden auf Gepäck an Flughäfen warten. Man besteht heute auch auf Modetrends - sie wollen ihr Gepäck leger und modern, das es ihnen passt. Man sieht heute in einer Weise aus, in drei Jahren wird sich sein Image verändern. Das Gepäck sollte diese Transformation begleiten. Die Integration intelligenter Lösungen ist weiterhin sehr wichtig. Sie können in den nächsten Jahren unsere intelligenten Lösungen wie Gepäckverfolgung sehen, sodass man in jedem Moment wissen kann, wo sein Gepäck ist. Diese Technologie sollte in ihr Gepäck integriert werden, und sie kann mit Hilfe einer Anwendung mit ihrem Handy kommunizieren. Die intelligente Technologie stellt, sicher, eine der größten Herausforderungen dar und wir arbeiten ständig daran, mit der Zukunft Schritt zu halten.

NEUE GESCHÄFTE IN SERBIEN

Nach der Eröffnung eines Geschäfts in der Straße Cika Ljubina in Belgrad im Dezember 2016 kündigte das Unternehmen Brand Point, Alleinvertreter von Samsonite für Serbien, die Eröffnung von weiteren zwei in Serbien - im Einkaufszentrum TC Mercator in Belgrad und in Novi Sad an.

Neben Reisekoffern von Samsonite kann man in serbischen Geschäften auch andere Spitzenmarken in verschiedenen Kategorien finden: American Tourister (Reisegepäck), Disney by Samsonite (Disney Reise- und Schultaschen für Kinder), Lipault (französischer urbaner Stil für Frauen), Andersen (Einkaufswagen), Butterfly Twists (Schuhe) und viele andere.

Ivana Bezarević

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