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Neuer Privatisierungsberater für Erdölunternehmen NIS - um 30% höherer Marktwert

Quelle: Blic Donnerstag, 31.07.2008. 11:28
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Podeli

In kommenden zehn Tagen soll die Auswahl eines neuen Privatisierungsberaters des öffentlichen Erdölunternehmens NIS ausgeschrieben werden. Der neue Berater soll den Marktwert des Unternehmens schätzen. Innerhalb von einem Monat sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden. Experten sind der Menung, dass die neue Schätzung des Kapitalswertes notwendig sit, weil das frühere Angebot für dieses Unternehmen ziemlich niedrig war. Sie heben hervor, dass der Käufer mit "Naftagas" und Konzessionen für Erdöl in Angola nicht rechnen kann.

Man kündigte früher an, dass russischer Erdölkonzern "Gazpromneft" 400 Mio. Euro für 51% von NIS und weitere 500 Mio. Euro für seine Modernisierung zahlen will.

Sijka Pistolova, Redakteur der Webseite "Energyobserver" begrüßt die Suche nach einem neuen Privatisierungsberater, der den wahren Wert des öffentlichen Erdölunternehmens schätzen kann.

- Die Regierung muss aber feststellen, ob der potenzielle Berater offiziell oder inoffiziell für interessierten Bieter arbeitet. Man muss das vor der Auswahl tun.

Der Berater des Vorstandsvorsitzenden von "Gazpromneft", Dimitrij Mališev, sagt, dass das sich ein internationales Abkommen, wie das Energieabkommen zwischen Serbien und Russland, nicht leicht verändern lässt. Serbische und russische Seite sollen sich bei bevorstehenden Verhandlungen nur über Details des Kaufvertrags für NIS einigen, hebt er hervor.

Das Protokoll über den Kauf des serbischen Erdölunternehmens stellt, seiner Meinung nach, nur einen Teil des zwischenstaatlichen Energieabkommens dar und sei deshalb verbindlich und unveränderbar.

- Der Preis wurde aufgrund Schätzungen der von beiden Seiten engagierten Finanzexperten sowie von ihren unabhängigen Kollegen festgestellt . Wir haben nicht nur 51% der Aktien von NIS gekauft, sondern alle Risikos des Unternehmens übernommen und Investitionen im Wert von mindestens 500 Mio. Euro in die Rekonstruktion garantiert - hob Mališev hervor.
n ihren Kommentaren zu Spekulationen über den wahren Wert des Erdölunternehmens NIS wiesen einheimische Energieexperten vor allem darauf hin, dass es unbekannt geblieben ist, welche Teile des Unternehmens geschätzt worden waren sowie zu welchem Preis man den Erdölpreis berechnet hat.

Es muss darau hingewiesen werdne, dass bestehenden Eröl- und Erdgasvorkommen die Produktion in kommenden 15 Jahren garantieren, unter der Bedingung, dass die Produktion auf dem Niveau von einer Mio. t jährlich bleibt.
n Hinsicht auf die akutelle Erdölpreis von 800 US-Dollar für eine Tonne ist es klar, dass einheimische Vorkommen rund 12 Mrd. US-Dollar kosten. Man hat dabei nicht die Erdölvorkommen in Angola mitgerechne, die NIS als Konzessionär nutzt. Es handelt sich um zusätzliche 60.000 - 70.000 t.

Eine Analyse des Zentrums für wirtschaftliche Studien zeigt, dass NIS jährlich Erdöl im Wert von 350 Mio. Euro aus eigenen Quellen fördert bzw. um 50 Mio. Euro weniger als der Preis, den der russische Energierriese für NIS angeboten hat.

Sijka Pistolova hebt hervor, dass die Ungewissheit bezüglich der Teile des öffentlichen Erdölunternehmens, deren Wert geschätzt worden ist, das größte Problem darstellt.

- Man muss verlangen, "Maftagas" und unsere Konzessionen für Erdölvorkommen in Angola diesmal nicht privatisiert werden. Man muss außerdem Rücksicht auf den geplanten und schon gewissen Bau der paneuropäischen Pipeline nehmen, die neben unsere Raffinerien in Pančevo und Novi Sad führen wird. Diese Tatsache erhöht den Wert von NIS um mindestens 30% und das muss bei der neuen Schätzung seines Wertes mitgerechnet werden - meint Pistolova.

Zu wichtigsten Teilen des Vermögens von NIS gehören: ein Geschäftsgebäude in Belgrad, ein Geschäftsgebäude in Novi Sad, Erdölraffinerie in Pančevo, Erdölraffinerie in Novi Sad, Erdgasraffinerie in Elemir bei Zrenjanin, 497 Tankstellen, interne Tankstellen (1.600), Kerosinspeicher (44), Tankwagen für Erdöl und Kraftstoff mit einer Kapazität von 18.250 t, Verkaufsobjekte für Motoröle, Schmiermittel und Autoteile (10.000 m2), Aktien in anderen Unternehmen, Erdölvorkommen in der Vojvodina, Erdölvorkommen in Angola. NIS besitzt 11 Hotels, Motels und Erholungszentren.

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