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"ČEZ" interessiert an der Modernisierung von "Kolubara" - Ohne gemeinsame Unternehmen in Serbien

Quelle: B92 Dienstag, 29.07.2008. 14:23
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Der tschechische Stromanbieter "ČEZ" hat kein Interesse, sich als Minderheitsgesellschafter an einem gemeinsamen Unternehmen in Serbien zu beteiligen, meldet die Tageszeitung "E15".

"ČEZ" will aber seine Marktposition auf dem Balkan stärken. Nach negativen Erfahrungen und Problemen in Bulgarien, Rumänien und Bosnien und Herzegowina verlor das Unternehmen Interesse an gemeinsamen Investitionen und will in der Zukunft, wie andere Investoren aus Mitteleuropa, an der Modernisierung der bestehenden oder Errichtung von neuen Kraftwerken teilnehmen.

"ČEZ" interessiert sich, laut einem tschechischen Wirtschaftsblatt, für die Erweiterung der Kapazitäten des Wärmekraftwerks "Kolubara" in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Unternehmen MOL.

- Der Bau von neuen Produktionskapazitäten stellt eine große Chance für uns in Serbien dar. In gemeinsamen Unternehmen möchten wir als gleichbereichtigter Partner erschienen - erklärte Vertreter der ČEZ-Niederlassung in Serbien, Aleksandar Obradović, in einem Interview für tschechische Zeitung.

"ČEZ" hat große Pläne für Kosovo, wo er sich um den Bau eines Wärmekraftwerks bei Priština beworben hat und in die engere Wahl gezogen wurde. Wegen der Probleme in Bulgarien udn Rumänien will das Unternehmen im Voraus klären, ob sich eventuelld Probleme vor einheimischen Gerichten lösen lassen.

"E15" warnt, dass die Forderungen des serbischen öffentlichen Elektrizitätsunternehmens "Elektroprivreda Srbije" (EPS) große Probleme bereiten könnten. Jeder Vertrag zwischen europäischen Unternehmen und der Elektrizitätswirtschaft Kosovo könnte später in Frage kommen.


Außer Problemen in Bulgarien, wo sich "ČEZ" in einen Rechtsstreit um staatliche festgelegte Strompreise vor einem Jahr verwickelt hat, stieß das Unternehmen auf unerwartete Hindernisse in der bosnischen Stadt Gacko, wo es seine große Investition - ein Kraftwerk im Wert von 1,4 Mrd. Euro realisiert.

"ČEZ" und sein Partner könnten sich bisher nicht über den Wert des vom lokalen Partner investierten Vermögens einigen. Das gemeinsame Unternehmen heist "Ners".

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