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Probleme im Finanzwesen - Anleiheemission für die Finanzierung der Staatsschulden in Höhe von 9 Mrd. Euro

Quelle: B92 Sonntag, 08.06.2008. 12:53
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(Mirko Cvetković)

Der serbische Finanzminister, Mirko Cvetković, teilte mit, dass die Staatsschuld, wahrscheinlich, durch Ausgabe von kurzfristigen Anleihen ausgeglichen werden soll.

Kurzfristige Anleihen seien, seiner Meinung nach, eine ziemlich schlechte Lösung, weil die Staatsschuld innerhalb von nur drei oder sechs Monaten zurückzuzahlen ist, natürlich erhöht um Zinsen. Der Staat benötigt langfristige Finanzierungsquellen, fügte er hinzu.

Es handelt sich um Anleihen im Gesamtwert von 30 Mrd. Dinar, die nicht auf einmal, sondern abhängig vom Staatshaushalt, auszugeben sind. Die erste Emission ist nicht für Bürger, sondern vor allem für Banken bestimmt.

Die Staatsschuld der Republik Serbien beträgt 9 Mrd. Euro. Je 50% entfallen auf einheimische und ausländische Gläubiger. Langfristige Anleihen stellen einen Teil des Haushaltsplans für 2009 dar.

Cvetković ist der Meinung, dass Anleihen sowohl am einheimischen als auch am ausländischen Markt emitiiert werden sollen. Man steht aber noch immer vor dem Dilema, ob Anleihen in Dinar oder einer Fremdwährung ausgegeben werden sollen.

Der Staat würde gern Dinar affirmieren. Beträchtlich höhere Zinsen in diesem Fall haben den Staat entmutigt. Für Devisenanleihen bekommt der Staat beträchtlich höhere Zinse, erhöht aber gleichzeitig das Währungsrisiko - erklärte er.

- Eine der möglichen Lösungen ist, vielleicht, Emission von Doppelwährungsanleihen bei der Emissionsbetrag und Zinsen auf eine bestimmte Währung lauten, die aber in einer anderen Währung zurückgezahlt werden. In einem solchen Fall benötigt man die Unterstützung einer großen ausländischen Investitionsbank, die das Risiko einer solchen Emission übernehmen kann - meint Cvetković.

Mirko Cvetković glaubt, dass Serbien einen Haushaltsüberschuss benötigt sowie dass man am Ende der Privatisierung mit höheren Erträgen rechnen kann.

- 2008 erbrachte die Privatisierung rund 10 Mio. Euro monatlich. 30 Mio. Euro wurden nur für Abfindungen für ehemalige Beschäftigte der Kaufhauskette "Robne kuce Beograd" verbraucht - sagte er.

Ende 2007 und Anfang 2008 verhandelte Serbien mit sieben internationalen Investitionsbanken über die Refinanzierung der Schuld, sagte er. Serbien darf die Rückzahlung ihrer Schulden gegenüber internationalen Geldinstituten nicht unterbrechen.


Serbien wäre in einem solchen Fall "vom internationalen Geldmarkt ausgeschlossen". In Hinsicht auf die Devisenreserven der Republik Seriben sei so etwas nicht wahrscheinlich. Es kann auch passieren, dass sich die politische Situation in der zweiten Hälfte des Jahres stabilisiert und die Privatisierung und ausländische Investitionen fortsetzen.

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