Tetris-Spiele könnten Traumapatienten helfen
In den 1980er Jahren war das Computerspiel Tetris ein Riesenerfolg. Das beliebte Spiel wurde insgesamt mehr als 100 Millionen mal verkauft. Forscher fanden jetzt heraus, dass das Spielen von Tetris nach traumatischen Ereignissen verhindern kann, dass posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) auftreten. Zu diesem Schluss kommen Forscher der international anerkannten Oxford University und des Karolinska Institute in Schweden in einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Molecular Psychiatry" veröffentlicht sind.
Die Analyse zeige nicht, dass man auf diese Weise posttraumatische Belastungsstörungen verhindern könnte, betonte der Berliner Psychologe Stefan Röpke, der nicht an der Studie beteiligt war. "Sie hat nur gezeigt, dass man einzelne Symptome dafür in der Woche nach dem traumatischen Ereignis abschwächen kann."
In ihre Studie hatten die Wissenschaftler 71 Patienten einbezogen, die nach einem traumatischen Verkehrsunfall in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Oxford warteten. Eine Gruppe spielte innerhalb von sechs Stunden nach dem Unfall 20 Minuten lang Tetris. In der darauffolgenden Woche sollten die Patienten in einer Art Tagebuch alle sich aufdrängenden Erinnerungen an den Unfall notieren.
Die Patienten, die kurz nach dem traumatischen Erlebnis Tetris gespielt hatten, mussten viel weniger an den Unfall denken als die Patienten in der Kontrollgruppe. Die Zahl einströmender Erinnerungen habe bei ihnen um 62 Prozent niedriger gelegen, erklärten die Forscher. Außerdem hätten sie die Gedanken als weniger bedrückend empfunden.
Tetris ist eines der beliebtesten Computerspiele, welches jemals erfunden wurde. Es wurde 1984 entwickelt, aber auch in der heutigen Zeit spielen immer noch Millionen von Menschen auf der Welt dieses puzzleartige Spiel.

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