USA verabschieden Gesetz gegen genetische Diskriminierung
Donnerstag, 22.05.2008.
15:32
Der US-Präsident, George Bush, hat das Gesetz gegen Diskriminierung von Personen, deren DNA-Daten auf Krankheitsrisiken wie Karzinom oder Herz-Kreislauferkrankungen hinweisen.
Das Gesetz wurde mit 414 Stimmen bei einem Gegenvotum vom Repräsentantenhaus sowie im US-Senat verabschiedet. Danach darf kein Arbeitgeber genetische Informationen eines Menschen bei Entscheidungen zu Einstellung, Entlassung, Beförderung oder der Auftragsvergabe in Betracht ziehen. Auch Versicherungen dürfen beim Abschluss von Verträgen nicht auf diese Informationen zurückgreifen.
Bei der Unterzeichnung des Gesetzes dankte Bush noch einmal dem Senator Edward Kennedy, "der den Kampf um die Verabschiedung dieses Gesetzes vor mehr als zehn Jahren aufgenommen hat".
Die Vorlage für das Gesetz wurde 1995 zum ersten Mal im Kongress präsentiert, erinnerte Reuters.
Nur Patienten und deren behandelnde Ärzte dürften zu diesen Informationen Zugang haben. Arbeitgeber dürfen dann keine Gentests vor der Einstellung anfordern. Auch eine Krankenversicherung darf nicht von den Testergebnissen der Gene abhängig gemacht werden. "Diskriminierung aufgrund von DNA-Daten ist ebenso inakzeptabel wie Diskriminierung aufgrund von Rasse oder Religion", sagte der demokratische Senator Edward Kennedy.
Versicherungen und Arbeitgebern soll künftig untersagt werden, DNA-Tests gegen den Willen der Betroffenen vornehmen zu lassen oder auf der Herausgabe solcher Daten zu bestehen.

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