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150 Investoren bewerben sich um staatseigene Agrarflächen - Endgültige Entscheidung im April

Quelle: Politika Donnerstag, 16.03.2017. 11:28
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Podeli

(Fotokovop58/shutterstock.com)
Mehr als 150 potenzielle Investoren wollen die vom Landwirtschaftsministerium gebotenen staatseigenen Agrarflächen pachten, erfährt die Belgrader Tageszeitung Politika.

Die letzte Anmeldefrist ist abgelaufen. Wem und unter welchen Bedingungen diese landwirtschaftlichen Flächen verpachtet werden, sollte spätestens in einem Monat bekannt gegeben werden. Eine fünfköpfige Kommission, mit drei Ministern - Branislav Nedimovic (Landwirtschaft), Dusan Vujovic (Finanzen) und Goran Knezevic (Wirtschaft) - als Mitglieder entscheidet über die Verpachtung von staatseigenen Agrarflächen.

Die Identität der Bewerber wird vom Landwirtschaftsministerium noch immer geheim gehalten, aber man spekuliert bereits darüber, dass unter ihnen der deutsche Fleischriese Tönnies (Ackerlan in Zrenjanin und Vrsac), Petar Matijevic, Delta und alle bisherigen langjährigen Pächter von großen Fläche sind, insbesondere in der Vojvodina.



Teilnahmerecht hatten alle juristischen Personen, eingetragen in das Register der Landwirtschaftsbetreibe in Serbien. Die Ausschreibungsbedingungen zeigen aber klar, dass der Staat diesmal die größten Investoren im Agrarbereich anziehen wollte, die große Verarbeitungsanlagen bauen und die Viehwirtschaft und Genetik entwickeln wollen.

Die meisten Bewerber werden aufgrund der schwierigen Bedingungen schon in der ersten Runde aus dem Wettbewerb ausscheiden. Einer noch früher beschlossenen Verordnung zufolge können große Investoren die gebotenen Agrarflächen auf eine Laufzeit von 30 Jahren pachten, zu durchschnittlichen oder höheren Neupachtpreisen. Der Staat sucht nach Pachtern, die sich zu Investitionen im Wert von mindestens einer halben Million Euro in den ersten drei Jahren verpflichten und 30% der geplanen Investitionen schon im ersten Pachtjahr realisieren können. Das Limit gilt aber nicht für Investoren, die Agrarflächen in Kommunen mit weniger als tausend Hektar im Besitz pachten wollen.

Investoren, die neue Arbeitsplätze schaffen und eine höhere Zahl der inländischen Lieferanten für die Realisierung der geplanen Investitionen engagieren werden, werden absoluten Vorrang bei der Auswahl haben.

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