Chinesisches Fosun Pharma will Stada übernehmen
Montag, 13.03.2017.
15:47
Damit bekämen die beiden Konsortien aus den Beteiligungsgesellschaften Advent und Permira auf der einen sowie Bain Capital und Cinven auf der anderen Seite weitere Konkurrenz.
Fosun Pharma spreche mit der Luxemburger Private-Equity-Gesellschaft CVC Capital Partners über ein gemeinsames Vorgehen, beiden könnten sich am Ende aber auch für einen Alleingang entscheiden, hieß es in Finanzkreisen. Eine Sprecherin von Fosun Pharma sagte, das Unternehmen habe derzeit nichts offenzulegen.
Mit einem oder zwei zusätzlichen Bietern könnte sich die Hoffnung von Stada-Chef Matthias Wiedenfels doch noch erfüllen, den Preis für Stada nach oben zu treiben. Advent und Bain haben bisher je 58 Euro je Aktie in Aussicht gestellt, das sind 3,6 Milliarden Euro.
Einschließlich Schulden müssten sie sogar 4,7 Milliarden schultern – viel für einen Finanzinvestor allein. Deshalb hatten sich nach Informationen von Reuters die beiden Allianzen gebildet.
Fosun tritt weltweit als Beteiligungsgesellschaft auf. Das Konglomerat wurde 1992 zunächst als Pharmaunternehmenvon Guo Guangchang und einigen seiner Kommilitonen von der Shanghaier Fudan-Universität gegründet. Guo richtete das Unternehmen dann als versicherungsorientierte Investmentgruppe aus.
In Europa übernahm Fosun u.a. die portugiesische Versicherung Fidelidade. In Deutschland erwarb man die Privatbank Hauk & Aufhäuser. Ein Übernahmeversuch der BHF-Bank scheiterte allerdings. Daneben halten die Shanghaier einen Anteil von fast 30% an der Modemarke Tom Tailor. Guo gilt als einer der reichsten Männer Chinas. Sein Vermögen wird von Forbes auf fast 7 Mrd. USD geschätzt.
Der Verkaufsprozess ist aber weiterhin offen für neue Bieter. Stada wollte sich nicht zum Stand des Prozesses äußern.
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