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Kapitel 20 und 26 in EU-Beitrittsgesprächen mit Serbien eröffnet

Quelle: Beta/Tanjug Dienstag, 28.02.2017. 10:47
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In den EU-Beitrittsverhandlungen mit Serbien wurden am Montag weitere zwei Kapitel: 20 (Unternehmens- und Industriepolitik) und 26 (Bildung und Kultur) eröffnet. Bisher sind nun insgesamt acht von 35 Verhandlungskapiteln eröffnet worden. Der Bereich Bildung und Kultur wurde am Montag auch bereits geschlossen, weil die Zielvorgaben bereits erfüllt waren, gab man an einer Pressekonferenz nach der Regierungskonferenz bekannt.

Serbiens Ministerin für europäische Integrationen Jadranka Joksimovic begrüßte die Entscheidung als "eine gute Nachricht für Serbien".

- Wir setzen die europäische Integration fort, und wollen zukünftig noch effizienter sein - sagte sie. Bürger können, ihrer Meinung nach, sehr zufrieden sein, "weil sich Serbien als ein seriöser Beitrittskandidat vorgestellt hat".

Der Vizepremierminister Maltas, des EU-Vorsitzenden, Louis Grech erklärte auch, dass es Fortschritte in den Vorbereitungen für das Kapitel 29 (Zollunion), sowie für die Kapitel 6 (Gesellschaftsrecht) und 7 (Rechte am geistigen Eigentum) gebe.

Der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn lobte die Kapiteleröffnung als eine "beeindruckende Leistung" und fügte hinzu, es sei gut, dass der Schwerpunkt auf Bildung und Unternehmertum liege. Er erinnerte auch daran, dass Serbien bereits an mehreren EU-Programmen in diesem Bereich wie z.B. Erasmus plus (Austausch von Studierenden) und Cosme (Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen) teilnehme.

Cadez: Sehr wichtige Kapitel für serbische Unternehmen eröffnet


Die Kapitel 20 und 26 seien von großer Bedeutung für die serbische Wirtschaft, erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Serbien. Verhandlungen über das Kapitel 20 werden, seiner meinung Nach, den zukünftigen Entwicklungspfad der serbischen Wirtschaft bestimmen.

- Je erfolgreicher unsere Reformen, je effizienter und mit den Normen und Grundsätzen der entwickelten europäischen Länder übereingestimter die von uns beschlossenen Strategien, Politiken und Maßnahmen sind, desto besser und ermutigender wird das Geschäftsumfeld für die Entwicklung von großen, kleinen und mittleren Unternehmen, für die Entwicklung des Unternehmertums und für Innovationen sein - sagte Cadez.

Erfolgreiche Reformen werden mehr ausländische und einheimische Investoren anziehen, und unsere Unternehmen wettbewerbsfähiger für den anspruchsvollen internationalen Markt machen.

Der KMU-Sektor stelle das Rückgrat des Wirtschaftswachstums der EU dar, betonte er. Die Angabe, dass rund 23 Mio. kleine und mittlere Unternehmen 2015 rund 70% aller berufstätigen Einwohner der EU beschäftigten und fast drei Fünftel der Wertschöpfung in den realen Sektor schafften, illustriert dies am besten.

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