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Wassertourismus kann Serbien 10 Mio. EUR jährlich erbringen - Belgrad braucht neue Landungsstellen

Quelle: Tanjug Donnerstag, 26.01.2017. 09:10
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(FotoIvana Vuksa)
Der Wassertourismus ist in Serbien noch immer nicht als ein gewinnbringender Wirtschaftssektor erkannt, und er könnte dem Staat sogar 10 Mio. EUR jährlich erbringen, sagte am Samstag, 21. Januar 2017 der Vorsitzende der Gruppe für Wasserwirtschaft und -tourismus der Wirtschaftskammer Serbien Petar Djordjevic gegenüber der Presseagentur Tanjug. Unser Staat verpasst diese Chance, unter anderem auch, weil Schiffbesichtigungen nur selten geboten werden, sagte er.


- Wir haben diese 10 Mio. EUR verpasst, weil wir keine Schiffbesichtigungen im touristischen Angebot haben. Belgrad liegt an zwei Flüssen und ist die einzige Stadt in der Welt ohne entsprechendes wassertouristisches Angebot - so Djordjevic.


Serbien sollte, seiner Meinung nach von Slowenien lernen, wo es auf dem kleinen Fluss Ljubljanica sogar 17 Wasserfahrzeuge gibt, die Schiffbesichtigungen bieten.



Es fehlt an entsprechenden Landungsstellen für Schiffe in Belgrad, und wir brauchen sie am linken und rechten Ufer der Save bei der Brücke "Brankov most". Belgrad sollte sich in diesem Jahr um Fördermittel des Ministeriums für Handel, Tourismus und Telekommunikation für die Entwicklung des Tourismus 2017 bewerben, um ein entsprechendes Geschäftsumfeld für den Wassertourismus zu schaffen und das sind mindestens zwei Landungsstellen, so Djordjevic.


Das Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikation hat Subventionen und Beihilfen für Projekte zur Tourismusentwicklung 2017 geboten und 600 Mio. Dinar für infrastrukturelle Projekte vorgesehen. Für Werbekampagnen, Ausbildung und Trainings im Tourismus wurden weitere 115 Mio. Dinar gesichert, plus 35 Mio. für das Musikfestival EXIT.


Eine der Prioritäten Serbiens ist, laut Vertretern des Ressortministeriums, die Entwicklung eines einzigartiges touristischen Produkts für die Donau, das kulturellen und natürliche Sehenswürdigkeiten einschließen sollte, berichtet Tanjug. In diesem Jahr sollten alle sechs Landungsstellen für Passagierschiffe auf der Donau fertiggestellt werden. Bisher wurden vier montiert, in Smederevo, Kostolac, Golubac und Kladovo. In der letzten Phase sind jene in Ram und Sremski Karlovci.


Die Gemeindeverwaltungen versuchen derzeit, entsprechende Genehmigungen für Landungsstellen entlang des sogenannten Verkehrskorridors sieben von der Agentur für Hafenmanagement zu erwerben.


Serbien verfügt über 2.000 km Wasserstraßen, drei davon mit dem internationalen Status - die Donau, die Save und die Theiß. Teilweise schiffbar sind die Flüsse Velika Morava und Tamis. Rund 70.000 Touristen kommen, Einschätzungen zufolge, in Serbien jedes Jahr mit Kreuzfahrtschiffen an.


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