Irak tilgte seine Schulden gegenüber Rüstungsfabriken aus Ex-Jugoslawien
Montag, 07.04.2008.
11:26
Das Verteidigungsministerium des Iraks tilgte Ende März und Anfang April seine Schulden gegenüber den Rüstungsfabriken aus ehemaligen jugoslawischen Republiken. Die Schuld für gelieferte Waffen und militärische Ausrüstung hat mit fälligen Zinsen sogar 2,5 Mrd. US-Dollar erreicht. Die Summe wurde aufgrund eines inernationalen Abkommens über Schuldenerlass auf 10% des ganzen Betrags bzw. auf ein Viertel (26% genauer) der Schuld gesenkt.
Die Rüstungsfabriken aus ehemaligen jugoslawischen Republiken nahmen Ende des vergangenen Jahres das Angebot des irakischen Verteidigungsministeriums an, die Forderungen gegenüber dem Irak für 26 Cent je einen US-Dollar zu verkaufen. Nach der Meinung der Experten handelte es sich um ein günstiges Arrangement. Man muss nur daran erinnern, dass der Preis der kubanischen Schuld gegenüber der jugoslawischen Rüstungsindustrie, genauso wie die Schulden einiger Dritte-Welt-Länder, beträchtlich niedriger als in diesem Arrangements ist.
Parallel mit der Ausgleich der alten Schuld leistete das irakische Verteidigungsministerium die Anzahlung in Höhe von 47 Mio. US-Dollar für die Realisierung des Vertrags über den Export von serbischen Waffen und militärischer Ausrüstung im Gesamtwert von 235 Mio. US-Dollar. Einheimische Rüstungsfabriken sind verpflichtet, Aufträge des irakischen Verteidigungsministeriums innerhalb von zwölf Monaten zu erledigen. Zuständige in der "Zastava Oružje" sowie in anderen einheimischen Rüstungsfabriken behaupten, sie seien bereit für den Export nach Irak. Der Vertrag mit irakischen Verteidigungsministerium wurde in der einheimischen Öffentlichkeit als "Auftrag des Jahrzehnts" bezeichnet.

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