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"Zastava" auf russischen Straßen - zollfreier Export von Autos nach Russland

Quelle: Politika Samstag, 05.04.2008. 14:59
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Podeli

Der Vertrag über die Montage von Fiat Punto in Kragujevac erschloss "Zastava" den Zugang zum europäischen Automarkt. Der Vertrag, der den Export auf nur 1.000 "Zastava 10" und auf ehemalige jugoslawische Republiken und die Region beschränkt hat, wurde Ende des letzten Jahres beträchtlich erweitert. Der italienische Riese hat den Vertrag bis 2010 verlängert und "Zastava" den Export nach Russland erlaubt.

Die Genehmigung des alten Partners hat nicht nur die Produktion aufgetrieben, sondern wurde auch wegen der bevorstehenden Privatisierung begrüßt.

Der zollfreie Export nach Russland könnte für potenzielle Käufer der Automobilfabrik in Kragujevac sehr interessant sein, besonders nach Ankündigungen des serbischen Ministers für Wirtschaft und regionale Entwicklung, Mlađan Dinkić, dass die Regierung das Abkommen über Freihandel mit Russland "um noch einige Erzeugnisse, wie Autos" erweitern will.

Es scheint aber, dass der Staat noch einige Trumpfe in der Hand hat.

Nebojša Zdravković, Vorsitzender des Ausschusses der Partei G17 plus in Kragujevac und für die Kommunikation mit der Regierung Serbines zuständiger Stadtrat, entdeckt weitere Pläne für "Zastava" in einem Interview für "Politika".

- Auf dem Fabrikgelände von "Zastava" wollen wir eine freie Wirtschaftszone für den zoll- und MwSt-freien Handel bilden. Die Fabrik in Kragujevac könnte auf dieses Weise zahlreiche Lieferanten von Komponenten und Autoteilen anziehen. "Fiat" hat rund 17.000 Lieferanten, fast ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen mit drei bis 25 Mitarbeitern. "Zastava" würde auf diese Weise die treibende Kraft der serbischen Wirtschaft sein.

Zdravković weist darauf hin, dass der zweitrangierte Bieter nicht zu kurz kommen wird.

- Dem Unternehmen sollte angeboten werden, eine neue Automobilfabrik in Kragujevac zu errichten, die ihre Tätigkeit im Einklang mit Bedingungen in der freien Wirtschaftszone ausüben soll. Die Stadt soll wieder das Zentrum der serbischen Industrie und einer der treibenden Kräfte der serbischen wirtschaftlichen Erholung sein. Gleichzeitig können viele soziale Probleme der Stadt Kragujevac gelöst werden - meint Zdravković.

2,5 Mio. Neuzulassungen werden jährlich in Russland abgesetzt. Im einem Interview für "Politika", vom dritten September 2007, erklärte der Generaldirektor der "Zastava vozila grupa" Zoran Radojević:

- Wir einigten uns mit "Fiat" über die Erweiterung des Exports. Die Aufnahme des Exports nach Russland ist von großer Bedeutung für uns. 2,5 Mio. neue Autos sollen dort nur im diesem Jahr verkauft. Mit einer Beteiligung von 1% wären wir absolut zufrieden. Alle Verträge, die "Zastava" abgeschlossen hat, gehören zu Ausschreibungsunterlagen.

Der Minister Dinkić erklärte, dass "Zastava" bis Ende April zum Verkauf ausgeschrieben werden soll. Erst nach dem Verkauf der Ausschreibungsunterlagen werden wir wissen, wie richtig sind Spekulationen über Interessenten aus Westeuropa sind. Man hat "Volkswagen", "Opel" (Mitglied von "General Motors) erwähnt. In Frage kommt auch, laut Dinkic, ein chinesischer Auotriese.

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